Körrenzig: 16 neue Windräder bei Körrenzig vorgestellt

Körrenzig: 16 neue Windräder bei Körrenzig vorgestellt

Der Gesetzgeber schreibt vor, die Bürger in der Planungsphase von Windkraftanlagen zu informieren. So liegen in den Rathäusern für einen gewissen Zeitraum die Planungsunterlagen, Gutachten sowie Bebauungs- und Flächennutzungspläne zur Einsicht aus.

Drei Teilbereiche sind dort ausgewiesen, die zwischen Körrenzig, Kofferen und Hottorf liegen. 16 neue Anlagen sind in Planung - zu den bereits bestehenden. Über den Stand der Dinge berichteten Hans Otto von der Heide vom gleichnamigen Planungsbüro und seine Mitarbeiterinnen Sandra Nelis und Birgit Eberl-Alsheimer.

1000 Meter, so berichtete Sandra Nelis, müsse eine Windkraftanlage von der Ortbebauung entfernt sein und 500 Meter von der Einzelbebauung. Hinzu kommen noch weitere Faktoren, wie beispielsweise Windpotential, Vorbelastung durch bereits vorhandene Anlagen. Drei Flächen waren im Linnicher Stadtgebiet übrig geblieben. Sie liegen bei Gereonsweiler, Boslar und eben bei Körrenzig.

Bei Körrenzig sollen sechs neue Anlagen, bei Kofferen vier und bei Hottorf weitere sechs Anlagen entstehen. Ein Lärmschutzgutachten besagt, dass die Anlagen eine Schalldämmung benötigen. Außerdem werden die Rotorblätter matt gestrichen, um Reflexionen zu vermeiden. Ein Artenschutzgutachten und der landschaftspflegerische Fachbeitrag fehlen indes noch.

Einschnitt in Landschaft

Relativ zügig wurde die Infoveranstaltung abgearbeitet. Zwar kamen aus der Versammlung einige Fragen auf. Einer der Anwesenden wollte wissen, warum nur bis an die Grenze des Stadtgebietes geplant werde. Von der Heide verwies auf die politische Forderung, dass die Kommunen Gebiete für Windkraftanlagen ausweisen - das könnten sie aber nur innerhalb ihrer Grenzen. Er verstand auch die Bedenken seiner Zuhörer, denn mit einer Höhe von fast 200 Metern stellen die Windräder einen Einschnitt in die Landschaft dar.

Er war sich der Tatsache bewusst, dass sie in den vergangenen Jahren deutlich größer, aber auch effizienter geworden seien. Er riet den Anwesenden auch, ihre Bedenken darzulegen, sich zu informieren, die Unterlagen bei der Stadt einzusehen und von ihrem Beteiligungsrecht Gebrauch zu machen.