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Aldenhoven: 1000 Exponate über Barbara

Aldenhoven : 1000 Exponate über Barbara

Da waren sich die Festredner bei der Eröffnung der Barbara-Ausstellung im Aldenhovener Bergbau-Museum einig: Diese einmalige Sammlung der Barbara-Verehrung hat einen überwältigenden Anschauungswert.

So richtete denn auch Traditionsvorsitzender Ulrich Hüttenhain in der Begrüßung für viele Ehrengäste das Augenmerk auf den „August-Albrecht-Saal”, in dem der Sammler und Hobbyforscher Stephan Witt die vielseitige Schau von über 1000 Exponaten aus dem Schatz einer Jahrhunderte alten Barbara-Verehrung dargeboten hatte. Hüttenhain lobte vor allem den Einsatz des engagierten Sammlers und stellte Stephan Witt als „Spiritus rector” der Ausstellung dar.

Den besonders festlichen Rahmen der Feierstunde bildete im musikalischen Beitrag das Bläserquintett der RWE Power AG und der Chor des „Ring Deutscher Bergingenieure” vom Tagebau Hambach unter Leitung von Stephan Witt und Norbert Trierweiler (Orgel). Das „Barbaragebet” wurde mit klarer Stimme von der Schülerin Lilly Jansen (Marienschule) vorgetragen.

Namens der Sponsoren sprach Jakob Waldhausen von der Sparkasse Düren von einer bereitwilligen materiellen und finanziellen Unterstützung der Ausstellung. Er unterstrich die bedeutsame Rolle der Schutzheiligen, die in vielerlei Bezeugungen für die Bergleute eine Beschützerin darstellte.

Der Aachener Weihbischof Karl Reger betonte in seinem Grußwort eine „persönliche und emotionale Beziehung zur heiligen Barbara”, die er schon im Elternhaus kennen lernte. „Nicht zuletzt auch durch viele Besuche in Barbara-Pfarreien” und durch „dankbare Erinnerungen hängt mein Herz an dieser Heiligen”.

Weihbischof Reger sprach von einer „tapferen und kraftvollen Frau”, die in „ihrer Glaubensbezeugung immer wieder eine breite Verehrung erfahren durfte”. Gerade als Patronin der Bergleute hat die heilige Barbara „in vielen Formen und Zeugnissen eine volkstümliche und künstlerische Verehrung erfahren”.

Bürgermeister Emil Frank lobte „den Fleiß des Sammlers Stephan Witt”, der die beeindruckende Ausstellung im Aldenhovener Bergbaumuseum ermöglicht hatte. „Genau dort, wo der Bergmann zu Hause ist, gehört sie auch hin.”

Direktor Hans-Joachim Bertrams vom Tagebau Hambach sah in der Barbara-Verehrung der Bergleute „einen prägenden Bestandteil im bergmännischen Berufsleben”. Aus der überlieferten Lebenslegende der heiligen Barbara erwähnte er sowohl die „thematische wie auch darstellerische Bandbreite” der Verehrung.

In der mit Hintergrundwissen und viel Mühe zum Detail zusammengestellten Ausstellung von Stephan Witt sah der Tagebaudirektor auch eine Anregung zur Pflege von Traditionen, um damit die „Flamme der Verehrung” zu erhalten.

Die „Barbara-Verehrung in Wort und Gesang” stellte Stephan Witt in eindrucksvollen Beispielen mit dem RDB-Chor Hambach vor. Von der frühen Barbaraverehrung bis zur Neuzeit spannte sich das weite Spektrum einer ehrenvollen Bekundung für eine charismatische Leitfigur.