Hückelhoven-Millich: Zeichensprache als Grundmuster

Hückelhoven-Millich: Zeichensprache als Grundmuster

Es ist eine Ausstellung der besonderen Art, die jetzt in den Räumen des Künstlertreffs, der Galerie Eesdron, an der Gronewaldstraße in Millich zu sehen ist. Unter dem Titel „Verbindungen“ zeigt der in Bedburg lebende Grafiker und Designer Helmut G. Tollmann, der als freier Künstler arbeitet, seine Bilder.

Der 1945 geborenen Künstler stellte bereits in vielen deutschen Großstädten, in Paris, Amsterdam, Antwerpen, London, New York und Boston aus. Nach einer Ausbildung zum Grafiker und einem Studium der Grafik und des Designs in Köln arbeitet der Künstler seit 1968 als Grafikdesigner und freier Künstler.

Ab 1970 beschäftigte er sich mit gegenständlicher Malerei und Landschaftsmalerei. Die Bilder von Max Ernst und Alexej von Jawlensky beeinflussten ihn. Auch die meditative Lehre des Zen-Buddhismus hat einen Einfluss auf seine Werke.

Fünf Jahre später erweiterte Tollmann sein Spektrum nach eingehender Auseinandersetzung mit technischen Prozessen und Grundstrukturen elektronischer Teile als Elemente vernetzter Kommunikation. „Multivisions-Performances“ folgten.

In den vergangenen 25 Jahren widmete sich der Künstler der Weiterentwicklung der Mehrschichtentechnik und Experimenten mit neuen Werkstoffen und Techniken. Er gilt als „Geheimtipp“ in der Kunstszene.

Er pflegte einen Austausch mit Joseph Beuys, Max Ernst, Hans Hartung, Friedensreich Hundertwasser, Andy Warhol und Charles Wilp. Das Wesen der Kommunikation und deren technologische Entwicklung beschäftigen den Künstler. Die Zeichensprache elektronischer Bauelemente dient ihm als Grundmuster für seine Bildkompositionen.

Die Ausstellung „Verbindungen“ ist noch bis Sonntag, 10. August, zu sehen.

(koe)
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