Zahl geförderter Wohnungen bleibt in Hückelhoven konstant

Hückelhoven : Zahl geförderter Wohnungen bleibt konstant

„Wohnen“ ist seit geraumer Zeit bundesweit ein Schwerpunktthema in der politischen Diskussion. In Hückelhoven befasste sich jetzt der Ausschuss für Soziales, Senioren und Integration unter dem Stichwort „Hückelhoven gibt dir ein Zuhause“ mit der Wohnungssituation in der Stadt. Sozialamtsleiter Thorsten de Haas gab den Ausschussmitgliedern einen Sachstandsbericht zur aktuellen Lage auf dem Wohnungsmarkt – und wurde von den Ausschussmitgliedern ausdrücklich für seine umfassende und detaillierte Analyse gelobt.

Ein besonderes Augenmerk von de Haas' Analyse galt der Situation auf dem Sektor des Sozialen Wohnungsbaus. Denn bestimmte Personengruppen haben es schwerer, sich auf dem freien Markt mit angemessenem Wohnraum zu versorgen als andere. Dazu zählen insbesondere Haushalte mit geringem Einkommen, aber auch Familien, Alleinerziehende, Schwangere, ältere Menschen, Wohnungslose oder sonstige hilfsbedürftige Menschen. „Die soziale Wohnungsbauförderung ist ein wichtiges Instrument, um diese Personenkreise bei der Versorgung mit angemessenem Wohnraum zu unterstützen“, betonte Thorsten de Haas.

Von den am Stichtag 31. Dezember 2017 registrierten 4311 geförderten Mietwohnungen im Kreis Heinsberg lagen 994 im Stadtgebiet Hückelhoven, was einem Anteil von 23,14 Prozent der mit öffentlichen Mitteln geförderten Wohnungen im Kreisgebiet entspricht – das ist der mit Abstand höchste Wert aller Kommunen im Kreis. Und dies ist durchaus mehr als nur eine Momentaufnahme, denn diese Zahlen lassen sich durchgängig seit dem Jahr 2000 nachweisen. In den frühen 2000er Jahren war der Anteil der Stadt Hückelhoven am Gesamtbestand der geförderten Wohnungen im Kreis Heinsberg sogar noch höher.

„Obwohl die Statistik für das Jahr 2018 noch nicht vorliegt, kann anhand der vorliegenden Daten bereits jetzt prognostiziert werden, dass der Bestand an geförderten Wohnungen in den kommenden Jahren gehalten wird“, sagte de Haas im Ausschuss. Zwar fielen bis zum Jahr 2026 insgesamt 120 Wohneinheiten aus der so genannten „Nachbindungsfrist“ heraus, „andererseits sind 34 neue geförderte Wohnungen vor kurzem erstbezogen worden, und weitere 34 Wohneinheiten werden in Kürze fertiggestellt“, so der Sozialamtsleiter. Zusätzlich zu den mit öffentlichen Geldern geförderten Wohnungen werden in den kommenden 24 Monaten im Stadtgebiet mindestens 282 neue frei finanzierte Wohnungen entstehen.

Um eine Richtlinie zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete frei finanzierter Wohnungen auf dem Markt an der Hand zu haben, beschloss der Ausschuss, dem Rat zu empfehlen, den vorhandenen Mietspiegel aus dem Jahr 2013 auf der Grundlage einer belastbaren Datenbasis durch ein Fachbüro novellieren zu lassen, da dessen Gültigkeitsdauer überschritten ist. Die Kosten hierfür bezifferte de Haas auf „rund 15.000 Euro“. Die turnusmäßige Anpassung durch das Sozialamt habe 2015 und in der Folgezeit durch die Flüchtlingssituation nicht erfolgen können.

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