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Erkelenzer Bürger sind gefragt: Wo sollen Fahrräder Vorrang haben?

Erkelenzer Bürger sind gefragt : Wo sollen Fahrräder Vorrang haben?

Vorschläge von „Wegedetektiven“ im Erkelenzer Land sind erwünscht und können bis zum 30. April online eingebracht werden. Ziel: Fahrrad-Vorrangrouten optimieren.

Fahrrad-Vorrangrouten sollen den Erkelenzerinnen und Erkelenzern künftig viele Wege leichter machen. Ein Konzept dafür ist dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Verkehr und Digitalisierung vorgestellt worden. Als „Wegedetektive“ können alle Interessierten ab sofort bis zum 30. April die Planungen beurteilen und Verbesserungsvorschläge machen.

Bereits 2020 wurde ein Planungsbüro damit beauftragt, ein sogenanntes Fahrrad-Vorrangroutennetz für Erkelenz zu entwickeln, um mit zusammenhängenden Wegen und Verbindungen den Radverkehr zu fördern.

Betrachtet wurde dabei nicht nur, wie Radfahrende schnell von A nach B kommen können, sondern auch Aspekte wie Sicherheit und Fahrkomfort. Ziel war die Gestaltung eines flächendeckenden und störungsarmen Verkehrsnetzes zwischen allen Ortschaften, der Erkelenzer Innenstadt und den Nachbarstädten.

Als Ergebnis liegt nun ein Fahrrad-Vorrangrouten-Konzept vor. Eine spürbare Verbesserung der Routenführung und -qualität für Radfahrende soll beispielsweise durch die Trennung vom Autoverkehr, einen durchgängigen und optisch erkennbaren Verlauf, Platz zum Nebeneinanderfahren oder durch die Anbindung außerörtlicher bedeutsamer Radwege erreicht werden.

Zur Umsetzung sieht das Konzept Maßnahmen aus dem gesamten Spektrum der Radverkehrsführung vor, angefangen bei baulichen Radwegen, Radfahrstreifen, Schutzstreifen, Fahrradstraßen, bis hin zu Tempo-30-Zonen und verkehrsberuhigten Bereichen. Auch mögliche Konflikte mit parkenden Fahrzeugen werden im Konzept thematisiert.

Bis zum 30. April haben die Bürger nun Gelegenheit, sich einzubringen. Über www.wegedetektiv.de/erkelenz können alle als „Wegedetektiv” Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge auf Basis der aktuellen Planung machen.

Auf einer Karte können Stellen oder Strecken markiert werden und optional Kommentare hinterlegt werden, wie die Netzplanung beurteilt wird und vielleicht noch verbessert werden kann. Zudem können zur Konkretisierung der Meldungen auch Fotos auf die Online-Plattform hochgeladen werden. „Das Portal ist dabei nicht als Mängelmelder für kurzfristig behebbare Schäden zu verstehen“, betont die Stadt Erkelenz. Vielmehr soll die Plattform helfen, Netzlücken zu ermitteln, die Wege sicherer sowie komfortabler zu machen und Aufschluss über den tatsächlichen Wegebedarf zu geben.

Ab Mai werden alle Einträge anonym durch das beauftragte Planungsbüro ausgewertet. Die Anregungen der Bürger fließen dann in die weitere Projektbearbeitung ein.

(red)