Erkelenz-Gerderath: Willi Wilms bleibt Chef bei Sparta Gerderath

Erkelenz-Gerderath : Willi Wilms bleibt Chef bei Sparta Gerderath

Er wollte aufhören, macht aber doch weiter. Willi Wilms bleibt Vorsitzender von Sparta Gerderath. „Schweren Herzens“, sagte er während der Jahreshauptversammlung. 22 Jahre leistet er als zunächst zweiter und dann erster Vorsitzender Vorstandsarbeit in seinem Verein.

Die 43 Mitglieder, die zur Versammlung ins Bürgerhaus gekommen waren, dankten ihm mit einstimmigem Votum und großem Applaus. Die anfallende Arbeit — und das kündigte der Vorstand bereits an — soll aber auf mehrere Schultern verteilt werden.

Das gilt nicht nur für Auf- und Abbauarbeiten bei den Dorfmeisterschaften — „Wir brauchen an zwei bis drei Tagen viel Manpower“, so die zweite Geschäftsführerin Iris Winters —, sondern auch für andere Bereiche. So hört Heidrun Wilms, die rund um die Heimspiele großes Engagement bewiesen hatte, nach 20 Jahren auf und wurde gebührend verabschiedet.

Die nüchternen Zahlen präsentierte Geschäftsführer Carsten Gillessen. Dem Verein gehören 339 Mitglieder an. Der achte Lewis-Holtby-Cup litt unter dem wenig einladenden Wetter. Dafür waren Dorfmeisterschaft und Familientag ein voller Erfolg.

Die zweite Mannschaft möchte frühzeitig genügend Punkte sammeln, um den Klassenerhalt in der Kreisliga C 1 zu schaffen. „Positiv ist, dass wir genügend Spieler haben und die Trainingsbeteiligung recht gut ist“, sagte Trainer Thomas Senk, der sich auch um Sponsoren für die Ausstattung der Mannschaft gekümmert hat.

„Die Jungs ziehen mit“

Die Erstvertretung belegt den vorletzten Platz in der Bezirksliga-Tabelle. Fünf neue Spieler, die den Kader auf 20 Leute erweitert hatten, hatten vor der Saison auf ein besseres Abschneiden hoffen lassen. Doch einige Leistungsträger fielen langfristig verletzungsbedingt aus. Ende Oktober hatte man sich von Trainer Marcel Herzog getrennt. Das Amt übernahm wieder Obmann Christian Schmitz. „Die Trainingsbeteiligung ist in den letzten Wochen im zweistelligen Bereich, die Jungs ziehen mit“, so Schmitz. Ziel ist es, den Klassenerhalt zu schaffen. „Der ist mehr wert als der Landesliga-Aufstieg vor einigen Jahren“, betonte Schmitz.

121 Kinder und Jugendliche spielen bei Sparta in acht Mannschaften. „Die E-Junioren haben nach dem Weggang von drei Spielern und des Trainers zum FC Wegberg-Beeck große Schwierigkeiten“, sagte Jugendleiterin Gertrud Schuler. „Perfekt“ war die Organisation der 33. Jugendturnierwoche. Zur 34. Auflage haben schon mehr als 50 Mannschaften gemeldet. An Karsamstag ist wieder das Osterturnier mit 15 Teams geplant.

Von 41 auf 48 ist die Mitgliederzahl bei den Alten Herren gestiegen, so Abteilungsvorsitzender Wolfgang Schablitzky. Einen „negativen Überschuss“ verzeichnete Kassierer Jürgen Frankowiak. „Wir haben Geld für die Ausstattung der Mannschaften in die Hand genommen“, erklärte Frankowiak, der ebenso wie die zweite Geschäftsführerin Iris Winters wiedergewählt wurde.

Neuer zweiter Vorsitzender ist Christian Schmitz.

Blumen und Urkunden erhielten langjährige Mitglieder: Christian Schmitz, Georg Marckwardt und Stefan Weiss sind zehn Jahre dabei, Thiemo Schmitz, Kersten Ling, Günter Goertz, Hans Küppers, Iris Winters und Anni Königs gehören dem Verein seit 20 Jahren an, Gertrud Sieben, Gerda Klempert, Herbert Schäfer und Leo Schmitz halten Sparta seit 50 Jahren die Treue.

(sie)