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Wildenrather Bürger wollen einen Dorfausschuss gründen

Wildenrath : Der lange Weg zum Dorfausschuss

Darin herrschte schon mal Einigkeit: Die Wildenrather wollen wieder einen Dorfausschuss – wie immer das Gremium später einmal heißen wird. Einen Dorfausschuss hat es vor vielen Jahren schon gegeben.

Wann er aufgelöst wurde, daran konnte sich niemand der rund 60 Teilnehmer an der Dorfversammlung im Wildenrather Jugendheim genau erinnern. „Ist schon lange her.“

Der „Arbeitskreis Wildenrath“ (Christoph Beenen, Philipp Esser, Pascal Hilgers, Elke Leinders, Stefan Schreiber, Stephan Schröter und Brigitta Szyska) hat sich mit der Definition grundsätzlicher Ziele und Aufgaben einer solchen Institution auseinandergesetzt und in einem ersten Aufschlag per Fragebogen-Aktion die Wünsche, Vorstellungen und Perspektiven gesammelt. An alle 600 Haushalte ging der Fragebogen.

Über 70 Rückmeldungen und 30 Zusagen auf aktive Unterstützung freuten sich die Initiatoren, die zur Dorfversammlung eingeladen hatten. Und auch über gute Ideen, die bereits eingebracht wurden: Bücherkiste und Spielmobil, Müllsammelaktionen und Verbesserung der Infrastruktur, Senioreneinbindung und gewünschte gemeinsame Freizeitaktivitäten.

Aber „der Arbeitskreis ist nicht der Dorfausschuss“, betonte Christoph Beenen bei der Präsentation der Ergebnisse. Mit der Vorstellung von neun Themenfeldern, die es nun mit Leben und engagierten Dorfbewohnern zu füllen gilt, gab der „Arbeitskreis Wildenrath“ die Verantwortung für den zu gründenden Dorfausschuss in die Hände der Wildenrather.

Da warteten sie also auf „Mitmacher“, die Listen der Arbeitsgruppen für Jugend, Senioren, Erscheinungsbild, Infrastruktur, Umweltschutz, Freizeitaktivitäten, Kommunikation und das Förderprogramm des Landes NRW „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung in ländlichen Räumen" und auch die Organisation des Dorfausschusses inklusive Klärung der Rechtsform. Und es gab durchaus Themenfelder, die schnell spontane Helfer fanden, bei der Kinder- und Jugendarbeit zum Beispiel füllte sich die Liste zusehends.

Zum Thema Erscheinungsbild hat sich in Wildenrath übrigens – unabhängig von Dorfausschuss und Arbeitskreis – bereits ein kleines Grüppchen fleißiger Helfer zusammengefunden, die sich im Rahmen einer Grünpatenschaft mit der Stadt Wegberg bereiterklärt haben, das zur 900-Jahr-Feier Wildenraths liebevoll hergerichtete Ortsbild in Schuss zu halten: die „Kruenemännkes“. Mit ihrem Namen erinnern sie an die schelmischen kleinen Kobolde, die – so erzählt es eine alte Wildenrather Legende – in der Nähe des Rumpenbachs lebten und allerlei Schabernack im Dorf trieben.

Der „Arbeitskreis Wildenrath“ wird die Ergebnisse der Dorfversammlung sorgfältig zusammentragen und einer nächsten Dorfversammlung, die voraussichtlich Anfang Mai stattfinden soll, vorstellen. Ob es dann zur Gründung des allseits gewünschten Dorfausschusses kommen wird, hängt sicher davon ab, wie groß die Bereitschaft der Dorfbewohner ist, konkret aktiv mitzuarbeiten. Mehr online: www.arbeitskreis-wildenrath.jimdofree.com