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Fußballgeflüster: Wie steht’s beim SVG Aphoven-Laffeld?

Fußballgeflüster : Wie steht’s beim SVG Aphoven-Laffeld?

Spielertrainer Kevin Kitschen blickt nach vorn und zurück. Wie schätzt er den Kader ein, was hält er vom Spielplan und wo liegen die größten Schwierigkeiten?

Bei der SVG Aphoven-Laffeld strebt Spielertrainer Kevin Kitschen mit seinem Team wieder einen Platz in den Top-Vier der Kreisliga C2 an. „Wir müssen nicht aufsteigen“, sagt Kitschen. Er hofft nach schlechten Erfahrungen aus der vergangenen Saison, dass das Team vom Verletzungspech verschont bleibt. So kämpfe der Kapitän mit einer langwierigen Leistenverletzung, habe ein Spieler Probleme mit einer hartnäckigen Prellung am Fuß.

Kitschen freut sich über drei neue Spieler. So hat man mit Martin Hausmann aus Kirchhoven viele Gespräche geführt, bis er sich zum Wechsel entschloss. „Sein bester Kumpel spielt in Aphoven“, sagt der Trainer. Aus Kirchhoven wechselte auch Jacques Joao, der nach Verletzung und Operation lange mit dem Fußball aussetzen musste. Er sei noch einmal operiert worden und habe vor einer Woche erstmals wieder vorsichtig trainiert. „Er ist froh, dass er den Ball wieder am Fuß hat“, sagt Kitschen, der Joao als überragenden Fußballer bezeichnet. Der Trainer hofft, dass der Spieler in der Rückrunde wieder eingreifen kann.

Torwart Branko Hufkens (SC Selfkant) ist nach langer Pause wieder dabei. „Im Testspiel beim B-Ligisten Geilenkirchen II hat er gezeigt, warum wir ihn geholt haben“, sagt Kevin Kitschen, der die Torwartposition nun bestens besetzt sieht. Denn der bisherige Stammtorwart Steffen Limburg ist mit der Bundeswehr in Auslandseinsätzen. „Ich habe vier Torhüter, aber zwei davon sind Feldspieler, die ihre Sache aber gut gemacht haben“, so der Trainer. Er sei in der vergangenen Saison froh gewesen, wenn er am Sonntagmorgen gewusst habe, wer nachmittags im Tor steht.

Die SVG hat einen Abgang zu verzeichnen; ein Spieler, der in Waldenrath wohnt, hat sich der dortigen zweiten Mannschaft angeschlossen. Zwei Spieler sind jetzt im Stand-by-Modus. Seit Kitschen Spielertrainer bei der SVG ist, hat er festgestellt, dass die Mannschaft ihre stärksten Leistungen gegen die Top-Teams der Liga bietet. Wertvolle Punkte lässt man in den Spielen gegen die Mannschaften aus mittleren und unteren Tabellenregionen liegen. Zwei klare Niederlagen gab es in der vergangenen Saison – das 0:5 bei Heinsberg-Lieck II und das 0:6 zum Abschluss in Kempen. Die Pleite in Kempen hatte eine lange „Vorgeschichte“. „Neun Monate habe ich mich bemüht, das Spiel zu verlegen“, sagt Kitschen. Denn da sei schon klar gewesen, dass am Spieltag Schützenfest in Laffeld ist und viele Spieler dort in wichtigen Funktionen benötigt wurden.

Überhaupt nicht passt dem Spielertrainer der Spielplan der Kreisliga C2. Während der gesamten Saison treffe man gleich in zehn Spielen auf zweite Mannschaften, deren Erstvertretung an dem Wochenende spielfrei ist. In der vergangenen Saison hatte die SVG gegen Heinsberg-Lieck II gespielt. Die Erstvertretung des FC war in der Bezirksliga spielfrei, weil Wegberg-Beeck II die zweite Mannschaft zurückgezogen hatte. Heinsberg-Lieck II habe fünf Spieler aus der Erstvertretung aufgeboten. „Ich hoffe auf Fairness“, sagt Kitschen in Richtung der Spielpartner. Er hatte lange versucht, den Staffelleiter zu einer Änderung des Spielplans zu bewegen. Aber das sei nicht möglich gewesen.

Das Angebot, die Heimspiele gegen diese Gegner freitags auszutragen, hatte Kitschen abgelehnt, weil man dann den überwiegenden Teil der Spiele auf dem Aschenplatz in Aphoven austragen müsste. Er hofft, dass am Ende der Saison nicht drei Punkte aus einem solchen Spiel an der Zielsetzung fehlen. Derzeit muss sich der Trainer um Trainingsmöglichkeiten kümmern. Denn auf dem Rasenplatz in Laffeld wird an der Bewässerungsanlage gearbeitet. Dabei könne man ohnehin nur wenige Monate in Laffeld trainieren, weil es dort kein Flutlicht gibt.

Kevin Kitschen erwartet eine spannende Saison in der Kreisliga C2, in der er Eintracht Kempen als Aufstiegsfavorit sieht. Birgelen und Millich II seien interessante Aufsteiger. Seit der Einführung der D-Liga habe die C-Liga an Qualität gewonnen. Kevin Kitschen plädiert auch dafür, die drei B-Liga-Staffeln beizubehalten und sie wieder aufzufüllen. Zum einen wegen der Derbys, dann auch, „um auch kleinen Vereinen den Aufstieg zu ermöglichen“.

(sie)