Erkelenz: Werk des Erkelenzer Stadtschreibers aus dem 16. Jahrhundert wird übersetzt

Erkelenz: Werk des Erkelenzer Stadtschreibers aus dem 16. Jahrhundert wird übersetzt

Der Heimatverein arbeitet derzeit zusammen mit dem historischen Institut der Universität Mannheim an der Übersetzung der Baux-Chronik. Mathias Baux war im 16. Jahrhundert Stadtschreiber und Bürgermeister in Erkelenz.

Seine Chronik, die er in der Zeit zwischen 1540 und 1550 erstellte, gibt die Regionalgeschichte des geldrischen Landes und der Stadt sehr detailliert wieder.

Sie ist mit farbigen Abbildungen der wichtigsten Wappen in der Region versehen und ist ein beliebtes Forschungsobjekt für Historiker. Bislang liegt lediglich eine Teiledition der Chronik aus dem 19. Jahrhundert vor, die jedoch als ungenau angesehen wird. Ziel des gemeinsamen Projektes ist die Veröffentlichung des Originaltextes und seiner Übersetzung sowie Kommentierung und eine fototechnische Reproduktion des Originaldokumentes. Das befindet sich in der Obhut des Stadtarchivs.

Die Arbeit an der Chronik kostet rund 21.000 Euro, von denen der Heimatverein 12.500 Euro übernimmt. Den Rest steuert die Universität bei. Ein weiterer Kostenpunkt ist der Druck, der aufwendig und teuer ausfällt. Mit rund 30.000 Euro ist er angesetzt.

Der Ausschuss für Kultur und Sport hat daher in seiner jüngsten Sitzung dem Vorschlag der Verwaltung zugestimmt, die Edition, Übersetzung und Annotation (Beifügung von Kommentaren) mit 10.000 Euro zu unterstützen. Über einen Druckzuschuss werde „zu gegebener Zeit“ beraten, hieß es weiter in der Sitzungsvorlage. Eine entsprechende Empfehlung geht an den Hauptausschuss, der ebenfalls darüber beraten muss.

(hewi)
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