Sternwallfahrt: „Wer nicht träumt, verschläft sein Leben“

Sternwallfahrt : „Wer nicht träumt, verschläft sein Leben“

„Die Frauen in der GdG streiken nicht!“ Diese Feststellung machte Regionalvikar Manfred Bruns, als er an dem voll besetzten Kirchenschiff der Klosterkirche vorbei in die Sakristei von Maria Lind eilte.

Hier begrüßte er die Frauen aus Waldenrath, die in diesem Jahr die heilige Messe anlässlich der Sternwallfahrt der Frauen aus der GdG Heinsberg-Waldfeucht vorbereitet hatten.

Auch in seiner Begrüßung ging Bruns noch einmal auf die Initiative „Maria 2.0“ ein, die alle Frauen dazu aufgerufen hat, in dieser Woche keine Kirche zu betreten, jegliche ehrenamtliche Arbeit ruhen zu lassen und Gottesdienste im Freien zu feiern. „Ich kann die Enttäuschung, den Frust und die Ungeduld der Frauen verstehen, dass sich vieles nicht so bewegt, wie wir uns das wünschen“, erklärte er. Die Sternwallfahrt sah er dabei jedoch nicht als Zeichen für oder gegen diese Bewegung, sondern „als Zeichen, dass die Kirche in unserer GdG lebendig ist.“ Genau das tue gut.

„Wer nicht träumt, verschläft sein Leben“. Mit diesem Leitgedanken hatten die Waldenrather Frauen die Messe überschrieben. Gerade in diesen Tagen brauche es Träume und Visionen, erklärte Bruns dazu in seiner Predigt. „Lebe Deinen Traum!“, laute da ein ähnliches Motto. Und doch sei das Thema auch negativ belastet, was an zahlreichen Begriffen wie etwa dem des Traumtänzers ablesbar sei. Zugleich sei ein Traum jedoch auch ein Ausdruck von Rufen, von Hoffnung und habe ganz viel mit Wirklichkeit zu tun, könne eine Neuausrichtung, einen Aufbruch bewirken. Auch Maria und Josef hätten ihrem Traum Glauben geschenkt und auf Gott vertraut.

Ein Traum treibe an, ins Leben zu gehen. Und wenn auch manches nicht gelinge wie gewünscht, bleibe es immer wichtig, seinen eigenen Traum zu leben. „Ich wünsch mir, dass wir unseren eigenen Träumen trauen, verankert in den Realitäten des Lebens“, schloss der Regionalvikar. „Wenn viele Menschen gemeinsam träumen, ist das der Beginn einer neuen Wirklichkeit.“

(anna)
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