Heinsberg: Wenn sich der Motorrad-Oldtimer als E-Bike entpuppt

Heinsberg: Wenn sich der Motorrad-Oldtimer als E-Bike entpuppt

Der eine oder andere wird sich vielleicht in den letzten Wochen den Kopf verrenkt haben, wenn er Ulrich Hollwitz, den Pressesprecher des Kreises Heinsberg, auf seinem neuen Gefährt durch die Straßen radeln gesehen hat. Denn im ersten Augenblick erinnert das Fahrrad, auf dem er sitzt, mit seinen Drei-Zoll-Weißwandreifen eher an ein historisches Motorrad aus den 1930er Jahren.

„Im Kreis Heinsberg gibt es so kein zweites mehr“, sagt Hollwitz. „Die Rahmengeometrie unterscheidet sich nur wenig von einem Shopper-Motorrad.“

Etwa 2008 habe er sich schon sein erstes E-Bike gekauft, aber das hatte immer wieder Macken beim Akku. Nur durch Zufall sei er bei der Suche nach einem neuen Exemplar auf die Internet-Seite seines „Ruffians“ gestoßen. Die Mischung aus „schön, cool, retro und Zweckmäßigkeit“ habe ihn gleich fasziniert. „Wenn man von A nach B kommt, das aber auch noch Spaß macht, ist es besonders schön“, freut er sich über seinen Neuerwerb, für dessen Gegenwert er durchaus ein Mittelklasse-Motorrad hätte erstehen können.

Natürlich sei ihm auch wichtig gewesen, dass sein neues Fahrrad nicht nur abgefahren aussieht, sondern beim Fahren auch angenehm ist. Seitdem er jetzt ein wenig schräg nach vorne in die Pedale trete, habe er zumindest keine Knieprobleme mehr. „Das Rad hat da alle meine Erwartungen übertroffen.“

Intensiv habe er sich mit dem in Handarbeit erstellten Rad befasst. „Aber letztlich musste ich doch die Katze im Sack kaufen, weil es erst angefertigt wird, wenn die Bestellung eingegangen ist.“

(her)
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