Wegberg-Beeck: Wegbergs Zielvorgabe: Weniger Fehler, viel Konsequenz

Wegberg-Beeck : Wegbergs Zielvorgabe: Weniger Fehler, viel Konsequenz

Ob wirklich gespielt werden kann, wird sich mit Blick auf das Wetter erst kurzfristig entscheiden. „Wenn es nicht schneit oder in Strömen gießt, werden wir spielen. Wann sollen wir denn sonst auflaufen, im April haben wir ja ohnehin ausschließlich Englische Wochen“, hofft Beecks Teamchef Friedel Henßen, dass die zum dritten Mal angesetzte Partie in der Fußball-Regionalliga gegen den Wuppertaler SV am Dienstagabend, 19.30 Uhr, im Beecker Waldstadion über die Bühne geht.

Neben den Terminschwierigkeiten will Henßen aber vor allem aus einem Grund spielen: „Es ist wichtig, dass wir endlich unseren Rhythmus finden.“ Erst zwei Pflichtspiele gingen 2018 über die Bühne, und sein Team ist noch nicht so richtig ins Rollen gekommen. Die beiden Auswärtsspiele in Wiedenbrück und Wattenscheid am vergangenen Samstag gingen 1:5 bzw. 2:5 verloren.

Wobei der Aufsteiger sich im frostigen Lohrheidestadion schon ganz anders als noch eine Woche zuvor in Ostwestfalen präsentierte. Da hatte die sonst so gute Defensive einen schlechten Tag erwischt, und auch in den anderen Mannschaftsteilen hakte es deutlich. In Wattenscheid stand die Defensive deutlich sicherer, doch wieder machten individuelle Fehler — vor allem nach Standards — einen Strich durch die schöne Rechnung. Zu viele Fehler hinten, zu wenig Konsequenz vorne — das war das Fazit in Wattenscheid. „Trotz der fünf Gegentore in Wattenscheid haben wir einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht“, stimmt Henßen zu.

In der ersten Hälfte war die Partie — wie es das 1:1 aussagt — ausgeglichen, der FC hätte sogar kurz vor dem Pausenpfiff durch Shpend Hasani in Führung gehen können. Und nach zum 2:3 hatte der Gast die Möglichkeit, zum 3:3 auszugleichen. Doch die Beecker zeigten im Abschluss nicht die gleiche Konsequenz wie die Wattenscheider, die die beiden folgenden Treffer förmlich erzwangen.

Beecks letzter Punkterfolg datiert von Anfang November — 1:1 in Oberhausen. Die aktuell 17 Zähler müssen dringend aufgestockt werden, will der Auf- nicht zum Ansteiger werden. Gegen Wuppertal wird das nicht einfach. „Schon im Vorfeld hat sich herauskristallisiert, dass der WSV ein Spitzenteam ist. Um zu punkten, muss hinten alles passen und vorne müssen wir eiskalt agieren“, so Henßen. Im Hinspiel Anfang August gab es eine 0:3-Niederlage — allerdings hatte Beeck damals noch einen deutlichen Trainingsrückstand. Nach einem individuellen Fehler war man früh in Rückstand geraten, kassierte dann noch zwei schnelle Tore durch Kevin Hagemann, der diesmal verletzt fehlt.

„Ich glaube schon, dass das Rückspiel ganz anders wird. Zum einen spielen wir zu Hause und zum anderen haben wir gegen eine gute Wattenscheider Mannschaft gezeigt, dass wir mithalten können — inzwischen auch vom Tempo her“, so Henßen, der noch grübelt, ob er ein 4-1-4-1, ein 4-2-3-1 oder doch ein 4-4-2-System wie zuletzt in Wattenscheid spielen lassen soll. „Mal sehen, wie ich die Nacht überstanden habe“, verrät er lachend noch nicht allzu viel . . .