Wegberger Schrofmühle erhält 15.000 Euro von NRW-Stiftung

Fördermittel von NRW-Stiftung : Wegberger Schrofmühle erhält 15.000 Euro

Die Wegberger Schrofmühle ist das Aushängeschild für die Mühlenstadt. Seit 1985 steht die Mühle unter Denkmalschutz, Pflege und Instandhaltung sind zeit- und kostenintensiv. Nun hat erhält sie Fördermittel in Höhe von 15.000 Euro von der NRW-Stiftung.

Wenn der frühere NRW-Wirtschaftsminister Harry Kurt Voigtsberger in seiner Funktion als Ehrenpräsident der NRW-Stiftung unterwegs ist, sind zwei Dinge immer gleich: Er reist an ganz besondere Orte und er wird mit großer Freude erwartet. In der Schrofmühle – an einem idyllischen Fleckchen am Mühlenbach zwischen Wegberg und Rickelrath – wartete Dr. Ferdinand Schmitz auf ihn. Er ist nicht nur Mitglied des Förder- und Museumsvereins Schrofmühle, sondern auch Teil der Familie, in deren Besitz sich die 1558 erstmals erwähnte Mühle seit mehr als 250 Jahren befindet. Sein Urgroßvater war der letzte Familienmüller, sein Vater hat 1977 mit der Restaurierung der Mühle begonnen. Pflege und Instandhaltung der Mühle sind ihm Herzensangelegenheit mit tiefen Wurzeln in frühester Jugend. Die Schrofmühle ist die einzig voll funktionstüchtige Öl- und Getreidemühle der Region. Innenraum und Mühlentechnik sind außergewöhnlich gut erhalten: zwei Mahlgänge, ein Sackaufzug, ein Kollergang und eine Ölpresse. Das Gehöft selbst kann in seiner Anlage als typisches Beispiel einer fränkischen Siedlungsanlage gelten, Größe und Aufteilung der Hofanlage lassen auf einen ehemals großen bäuerlichen Betrieb und ein gut florierendes Müllergewerbe schließen.

Seit 1985 steht die Mühle unter Denkmalschutz, Pflege und Instandhaltung sind zeit- und kostenintensiv. Denn der Zahn der Zeit nagt auch an malerischen Mühlen, die wirtschaftliche Bedeutung, Wohlstand und Mühsal vergangener Tage in die Gegenwart transportieren. Da ist die Zusage der NRW-Stiftung über Fördermittel in Höhe von 15.000 Euro, die der Ehrenpräsident überbrachte, natürlich sehr willkommen. Sanierungspläne, die sich bereits seit einigen Jahren aufstauen, weil sie vom Förderverein nicht zu stemmen waren, werden nun in Angriff genommen. Neun beschädigte Holzfenster aus den 1950er Jahren müssen ausgetauscht werden. Auch die Putzflächen im Inneren des Mühlenraumes werden saniert, hier sind zahlreiche Risse und Ausbrüche entstanden.

„Mühlen sind etwas ganz Besonderes“, stellte Harry Kurt Voigtsberger fest und es sei erstaunlich, wie sehr das Thema Mühlen, „die Menschen emotional packe.“ Das große Engagement des Fördervereins sei ausschlaggebend für eine erneute Förderung der NRW-Stiftung gewesen. Nach 10 Jahren – damals unterstützte die NRW-Stiftung die Sanierung der Dachflächen – helfe man nun gern ein zweites Mal.

Bürgermeister Michael Stock, Dr. Ferdinand Schmitz (Förder- und Museumsverein Schrofmühle) , Harry Kurt Voigtsberger (Ehrenpräsident NRW-Stifung), Friedhelm Kamphausen (Regionalbotschafter der NRW-Stiftung) und Theodor Schmitz, der 1977 mit der Renovierung des Mühlenanwesens begann. Foto: Monika Baltes

Mit dem Förder- und Museumsverein Schrofmühle freute sich auch der Bürgermeister der Mühlenstadt, Michael Stock, über die finanzielle Hilfe. Denn die Schrofmühle sei eben auch „Aushängeschild für die Mühlenstadt“, ließ er keinen Zweifel daran, dass Wegberg stolz auf das „kleine Schmuckkästchen Schrofmühle“ sei.