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Wegberger Eisbahn wird künftig klimaneutral bewirtschaftet

Jubiläum für die Wegberger Eisbahn : Rutschpartie mit Zertifikat und Ökostrom

Der Zauber ist geblieben, auch wenn der Event inzwischen aus rechtlichen Gründen vom „Winterzauber“ in „Wegberger Eisbahn“ umbenannt wurde.

Ein absoluter Publikumsmagnet ist sie, diese Wegberger Eisbahn mit eigener Weltmeisterschaft (Bierkastencurling), die in diesem Jahr ein kleines Jubiläum feiert. Zum 10. Mal wird die 300 Quadratmeter große Eisfläche vor dem Wegberger Rathaus aufgebaut werden. Doch „Klimaschutz ist nicht nur ein Wort“, so begründete die Ortsgruppe „Die Linke Wegberg“, vertreten durch ihren Sprecher Rüdiger Birmann, den Bürgerantrag an die Stadt Wegberg, mit der Forderung, die Möglichkeiten einer klimaneutralen Bewirtschaftung der Eisbahn zu prüfen.

Das Ergebnis dieser Prüfung legte die Verwaltung nun im entsprechenden Fachausschuss vor. Schon im Frühjahr 2019 hat sich die Stadt Wegberg mit dem Veranstalter des Events, der Werbegemeinschaft Wegberg, in Verbindung gesetzt und sich mit der Thematik Klimaschutz beschäftigt. Für die kommende Veranstaltung wird ein Klimazertifikat erworben, um den entstandenen CO2-Ausstoß (rund 13 Tonnen) zu kompensieren. Aktuellste Technik und ein erfahrener Eismeister, der die Fläche auch künftig bewirtschaftet, sollen den Stromverbrauch des Kühlaggregats so gering wie möglich halten. Außerdem wird die Eisbahn mit Ökostrom betrieben. Fazit: Mit gutem Klima-Gewissen können sich die Freunde der Wegberger Eisbahn aufmachen und die Eiszeit in vollen Zügen genießen.

Eine Eiszeit ganz anderer Art ist zwischen dem Sprecher der Ortsgruppe Die Linke Wegberg, Rüdiger Birmann, und dem inzwischen ehemaligen Fraktionsvorsitzenden der Linken Detlef Kuhr ausgebrochen. Die Fraktion Die Linke im Wegberger Rat hat sich inzwischen aufgelöst. Seit April 2018 hatte die Fraktion im Rat gearbeitet. Beide Fraktionsmitglieder, Annette Dahmen-Langela und Detlef Kuhr, waren 2014 über die SPD-Liste in den Rat gezogen. 2018 verließen sie die SPD, behielten aber ihr Ratsmandat und arbeiteten seitdem für die Ortsgruppe der Linken Wegberg.

Bei der Ausübung seines Mandates habe Detlef Kuhr die demokratische Willensbildung innerhalb der Partei nicht berücksichtigt und sich nicht loyal und solidarisch gegenüber der Partei verhalten, kritisiert Rüdiger Birmann. Eine Zusammenarbeit sei schwierig gewesen, ohne Absprache seien Anträge der Linken von Detlef Kuhr zurückgezogen worden, sagt Annette Dahmen-Langela. Daher habe sich die Linken-Ortsgruppe Wegberg entschlossen, die fraktionelle Zusammenarbeit mit Detlef Kuhr zu beenden.

Anette Dahmen-Langela trat aus der Fraktion aus, was zwangsläufig zu deren Auflösung führte, da eine Fraktion aus mindestens zwei Mitgliedern bestehen muss. Detlef Kuhr sieht das ganz anders: „Herr Birmann duldet keine Gegenwehr, er will alleine herrschen. Ich habe mich dem Druck nicht ergeben.“ Denn Rachsucht und der Aufbau von Feindbildern hätten in der Kommunalpolitik nichts zu suchen. Annette Dahmen-Langela wird als fraktionsloses Ratsmitglied für die Die Linken weiter arbeiten, Detlef Kuhr hat sich als parteiloses Mitglied der SPD-Fraktion angeschlossen.