Wassenberg: Wassenbergs ältestes Haus soll in neuem Glanz erstrahlen

Wassenberg: Wassenbergs ältestes Haus soll in neuem Glanz erstrahlen

Dieses Gebäude könnte für die Wassenberger Innenstadt zu einem wahren Schmuckstück werden: Das älteste Haus von Wassenberg steht kurz vor einer grundlegenden Sanierung. Es handelt sich dabei um das weiße Haus Graf-Gerhard-Straße 12, das vermutlich aus dem 15. Jahrhundert stammt.

Gekauft haben das Haus die Wassenberger Heike und Bernd Jaegers. Sie möchten das unter Denkmalschutz stehende Gebäude renovieren. Aktuell liefen Gespräche mit der Denkmalbehörde, die bei den Umbaumaßnahmen ihre Zustimmung geben muss. Wenn alle Genehmigungen vorliegen, möchte Bernd Jaegers umgehend mit der Sanierung beginnen. „Ich freue mich schon darauf, das Haus wieder in Ordnung zu bringen“, sagt er. Jaegers rechnet damit, dass die Arbeiten im Januar beginnen könnten. Wenn alles wie geplant läuft, könnten die unteren beiden Etagen Ende des Jahres 2017 fertig sein, sagt Jaegers.

Gastronomie im Erdgeschoss?

In den oberen Etagen möchte Jaegers zwei bis drei Wohnungen unterbringen. Und im Erdgeschoss könne er sich vorstellen, Raum für Gastronomie zu schaffen. Ins Detail will er dabei allerdings noch nicht gehen. Insgesamt sei das Gebäude — wenn es einmal fertig umgebaut ist — 280 bis 290 Quadratmeter groß. Genaue Flächen und auch die Nutzung einzelner Räume seien aber auch von den Vorgaben des Denkmalschutzes abhängig. Fraglich ist zum Beispiel auch, ob das Haus seine weiße Farbe behalten soll.

Zu sanieren gibt es in dem Haus jedenfalls genug. Ein Beispiel: Aktuell seien einige Wände feucht. Erst einmal müsse Jaegers, der seine Baufirma mittlerweile an seinen Sohn weitergegeben habe, reinen Tisch machen. Die Mieter, die bis August in dem Haus wohnten, hätten viele Einrichtungsgegenstände in dem Haus hinterlassen.

Warum sich die Familie Jaegers trotz des hohen Aufwands für dieses Haus entschieden hat, begründet Bernd Jaegers so: „Ich bin der Meinung, dass man alte Gebäude für die Stadt erhalten sollte. Mittlerweile wird ja zu viel zu schnell abgerissen.“ Und weil die Stadt in Zukunft auf Kultur, Genuss und Tourismus setzen wolle, passe es ins Bild, das älteste Haus der Stadt wieder herzurichten. Jaegers habe bei der Sanierung alter Gebäude viel Erfahrung. Er habe bereits mehrere alte Häuser in Wassenberg auf Vordermann gebracht — unter anderem das Haus am Roßtorplatz, in dem sich das Lädchen am Roßtorplatz befindet.

Noch besser werde das Haus zur Geltung kommen, wenn die Graf-Gerhard-Straße einmal umgebaut ist. „Dann bekommt das Haus erst die Wirkung, die es verdient“, sagt Jaegers.

Die Stadt Wassenberg plant indes, in einem Park hinter dem Haus einen Skulpturengarten anzulegen. Das würde dann auch gut zu der Idee passen, einen Gastronomiebetrieb in dem Haus einzurichten.