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Lage spitzt sich zu: Wassenberger Ort Ophoven wird evakuiert

Lage spitzt sich zu : Wassenberger Ort Ophoven wird evakuiert

Bewohner der Ortschaft werden mit Bussen abgeholt. Menschen, die sich nicht selbständig in Sicherheit bringen können, werden von der Feuerwehr abgeholt.

Der Wassenberger Ort Ophoven wird wegen der sich zuspitzenden Hochwasserlage sofort evakuiert. Diese Meldung wurde gerade über die Nina-Warnapp veröffentlicht. Die Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, unverzüglich ihre Wohnungen und Häuser zu verlassen. Als Notunterkunft steht die Grundschule Birgelen im Elsumer Weg 6 bereit.

Für Menschen ohne eigenes Fahrzeug stehen Busse an Feldstraße in Ophoven Busse bereit, die die Bewohner in Sicherheit bringen. Menschen, die ihre Häuser nicht selbständig verlassen können, sollen sich unter der Telefonnummer 02432/4900823 melden. Sie werden dann von der Feuerwehr evakuiert. Die Notrufnummer 112 darf auch hier nur in lebensgefährlichen Situationen gewählt werden.

Obwohl es am Mittag noch geheißen hatte, der Maximalpunkt des Hochwassers der Rur sei erreicht, spitzte sich die Lage im kleinen Wassenberger Wallfahrtsort Ophoven im Laufe des Abends weiter zu. Der Damm, der gestern Abend und heute Nacht dank vieler fleißiger Helfer und mit Tausenden von Sandsäcken erfolgreich erhöht worden war, ist jetzt nur noch „Pudding“, wie es Löschgruppenführer Stefan Woltery beschreibt.

Das Rurwasser hatte sich seinen Weg bereits vor einigen Stunden bis an die ersten Wohnhäuser und die Stallungen der Landwirte gebahnt. Auch das Neubaugebiet ist jetzt in Gefahr durch Dammbrüche auf der anderen Seite der inzwischen gesperrten Straßenverbindung Richtung Heinsberg. Die Vermutung, dass die Rur ihr Wasser an der Mündung in Roermond nicht in die ebenfalls Hochwasser führende Maas abgeben kann und es quasi zu einem Rückstau kommt, der den Pegel auf deutscher Seite nicht sinken lässt, scheint sich zu bewahrheiten.

Auch im kleinen Wassenberger Ort Ohe ist der Damm gebrochen. Dieser Ort soll nun ebenfalls ganz evakuiert werden. Zudem wurde eine Vorwarnung für Steinkirchen und Effeld ausgesprochen, da Teile der Ortschaften überflutet werden könnten.

(red)