Wassenberg: Wassenberg schickt die Hundezähler in die Haushalte

Wassenberg: Wassenberg schickt die Hundezähler in die Haushalte

Wassenberg behält weiterhin die niedrigste Hundesteuer im ganzen Kreis. Nachdem im Haupt- und Finanzausschuss im Oktober vergangenen Jahres heiß über eine Steuererhöhung diskutiert wurde, hagelte es anschließend Proteste der Bürger.

Daraufhin hat die Stadt die Erhöhung der Hundesteuer zwar vorerst ausgesetzt, die Politiker haben sich aber dennoch für eine Hundebestandsaufnahme entschieden.

In einer Mitteilung, die die Stadt herausgegeben hat, kritisiert die Stadt: „Leider musste in zurückliegender Zeit festgestellt werden, dass nicht alle Hundehalter der Pflicht zur Anmeldung ihrer Tiere nachgekommen sind. Insgesamt geht die Stadtverwaltung davon aus, dass bis zu 20 Prozent der im Stadtgebiet lebenden Hunde nicht angemeldet sind.“

Die Mitarbeiter der Firma, die mit der Bestandsaufnahme beauftragt wurde, werden in den nächsten Wochen Wassenberger Haushalte aufsuchen. „Sie habe den Auftrag, alle Hunde aufzulisten“, sagt Kämmerer Willibert Darius. Dass die Stadt mit der Annahme, dass viele Hunde in Wassenberg nicht gemeldet sind, richtig liegt, betonte Darius am Donnerstagabend noch einmal in der Ratssitzung.

Nach Bekanntwerden der anstehenden Bestandsaufnahme haben viele Bürger den Weg zum Rathaus gefunden, um ihre Tiere anzumelden. „Das ist wie Weihnachten — über Nacht haben scheinbar dutzende Wassenberger Hunde geschenkt bekommen“, nimmt Kämmerer Darius die Ausreden der Bürger mit Humor.

Diejenigen Hundehalter, die ihren Vierbeiner bislang noch nicht angemeldet haben, sollten sich schnell bei der Stadt melden. Wird die Nichtanmeldung bei der Bestandsaufnahme festgestellt, müssen Hundehalter mit einer rückwirkenden Steuerfestsetzung rechnen. In Einzelfälle, so heißt es aus der Verwaltung, können Bußgelder bis zu 500 Euro geltend gemacht werden.