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Wassenberg: Bezirksbeamter Strauch hört auf

Polizei in Wassenberg : Bezirksbeamter Strauch hört auf

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde hat sich die Stadt Wassenberg von Peter Strauch, einem langjährig in der Stadt tätigen Bezirksbeamten der Kreispolizeibehörde verabschiedet. Zuständig war er im Bezirk Wassenberg II mit den Ortschaften Birgelen, Ophoven, Effeld und Orsbeck.

Er sei auch gekommen, um ihm zu danken und mit ihm zurückzublicken, erklärte Bürgermeister Manfred Winkens, der die drei Ordnungsamtsleiter aus Strauchs Dienstzeit in Wassenberg gleich mitgebracht hatte: Norbert Schiefke, Norbert Sendke und Michael Steckel, der aktuell dem Amt vorsteht. Am 1. Oktober 2004 habe Strauch in Wassenberg angefangen, „zeitgleich mit mir“, schmunzelte Winkens. „Aber ich muss noch ein Jahr aushalten.“

Seine polizeiliche Laufbahn hatte Strauch am 1. Oktober 1974 in Linnich begonnen, war danach zunächst in Neuss tätig und wechselte in den 1980er-Jahren nach Hückelhoven. Es war für uns immer eine angenehme Zusammenarbeit, würdigte Winkens die Kooperation mit dem inzwischen 62-Jährigen, der sogar freiwillig ein Jahr länger im Dienst geblieben ist. „Er war immer ansprechbar, immer zugänglich.“ Viele Wassenberger würden seinen Weggang nun sehr bedauern, betont der Bürgermeister.

„Immer sehr verlässlich, immer sehr menschlich orientiert“, würdigte auch Arno Sieberichs, Leiter der Polizeiwache Ost, den scheidenden Kollegen. Sieberichs ist in den Kommunen Erkelenz, Hückelhoven, Wegberg und Wassenberg für Wach- und Wechseldienst sowie für die Bezirksbeamten zuständig und war 26 Jahre lang Strauchs Vorgesetzter. „Er ist sehr schwer zu ersetzen“, betonte er, verriet aber auch, dass mit Bärbel Stangier ab 1. September in der Kreispolizeibehörde zum ersten Mal eine Frau ihren Dienst als Bezirksbeamtin antreten wird.

So richtig an ganz schwierige oder auch ganz lustige Begebenheiten konnte sich Strauch in der Gesprächsrunde gar nicht erinnern. Ja, schwierig sei es vor einigen Jahren mit der sogenannten freien Szene und eher der rechten Szene zuzuordnenden Jugendlichen gewesen, erzählte er. Und dann habe er mal statt seiner Krawatte im Karnevalszug Fliege getragen.

In seinem Ruhestand will er jetzt noch stärker seinen Hobbys frönen, Reisen, Radfahren, seine beiden Hunde und nicht zuletzt der Musik. Heavy Metal hört Strauch besonders gerne, wie er verriet.