Wassenberg: Wassenberg bekommt Knotenpunktsystem für Wanderer

Wassenberg: Wassenberg bekommt Knotenpunktsystem für Wanderer

In Wassenberg soll ein Knotenpunktsystem für Wanderer entstehen. Es soll sich an dem bereits vorhandenen System orientieren, das in der niederländischen Nachbarkommune Roerdalen existiert.

„Wir werden in den kommenden zwei Jahren das niederländische System nach Deutschland übertragen. Wir übertragen das eins zu eins, damit keine Lücken zwischen dem deutschen und dem niederländischen System entstehen“, sagte Norbert Schiefke, der bei der Stadt Wassenberg für das Projekt zuständig ist.

Im Rahmen des Projektes sollen 90 Kilometer Wanderrouten im Stadtgebiet von Wassenberg ausgewiesen werden. Ein Schwerpunkt soll das Grenzgebiet zu den Niederlanden sein. Das Knotenpunktsystem soll aber auch an das Judenbruch, die Myhler Schweiz und die Rur anknüpfen. Dafür identifiziert Schiefke nun erst einmal Standorte für Wegweiser, Hinweistafeln und Ruhebänke. Am Ende soll das ganze System auch digital über Smartphone und Tablet abgerufen werden können.

Pfähle am Wegesrand

In Roerdalen stehen an den Wanderwegen Pfähle, auf denen angegeben wird, an welchem Knotenpunkt sich der Wanderer befindet und in welche Richtung er wandern muss, um zum nächsten Knotenpunkt zu gelangen. Und die Route wird auch zwischendurch entlang des Weges mit Pfählen ausgeschildert.

Eine weitere Idee, die im Rahmen des Projektes umgesetzt werden könnte, ist, den Rothenbach auf dem Wassenberger Stadtgebiet zu queren, um einen Anschluss an das niederländische Wegesystem herzustellen. Dafür kann Schiefke sich vorstellen, dass eine Brücke oder eine Steganlage gebaut wird.

Das Pilotprojekt, das spätestens im Jahr 2019 abgeschlossen sein soll, könne auch als Vorbild für andere Kommunen in der Region dienen, sagte Schiefke.

Teil dieses Projektes ist auch die Suche nach zehn Glücksorten in Wassenberg. Auch in Roerdalen gebe es 25 solcher Glücksorte, die in das Wanderknotenpunktsystem integriert seien. Das möchte man auch in Wassenberg tun. Und dafür hat die Verwaltung nun erst einmal die Wassenberger aufgefordert, ihre Glücksorte zu wählen.

Im März werden Orte vorgestellt

„Jetzt ist die Bevölkerung gefragt, Punkte zu benennen, die sie besonders schön findet, an denen sie glücklich sein kann. Wir sammeln Ideen“, sagte Schiefke. Später soll es Workshops geben, in denen möglicherweise auch Glücksprofessor Leo Bormans, Koordinator des Glücksorteprojekts, teilnehmen wird. Im März kommenden Jahres sollen die zehn Glücksorte dann öffentlich vorgestellt werden.

(ger)