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Aufruf vom DRK: Warum Blutspenden jetzt so wichtig ist

Aufruf vom DRK : Warum Blutspenden jetzt so wichtig ist

Gerade im Sommer spenden zu wenig Menschen Blut. Es droht ein Mangel in den Kliniken. Wo und wann im Kreis Heinsberg das DRK als nächstes Station macht.

Während viele Menschen gerade die Sonne im Urlaub genießen, werden gleichzeitig allein in NRW, Rheinland-Pfalz und dem Saarland täglich bis zu 3.500 Blutkonserven für die Versorgung von kranken und verletzten Menschen benötigt. „Der Blutbedarf der Kliniken ist auch im Sommer hoch“, sagt Stephan David Küpper, Leiter Kommunikation und Pressesprecher beim DRK-Blutspendedienst West. Gerade im Sommer sei Blutspenden besonders wichtig. Es komme auf jede Spende an, so das DRK.

„Der Bedarf an Blutspenden macht anders als viele Menschen keine Sommerpause. Aber auch andere Faktoren, wie Gluthitze oder das Freizeitverhalten im Sommer wirken sich negativ auf das gesamte Blutspendewesen aus“, weiß Küpper. Besonders chronisch Kranke und Krebspatienten seien aber dringend auf eine fortlaufende Versorgung mit Blutpräparaten angewiesen. „Viele benötigen Blutplättchen aus der Blutspende, die jedoch nur vier Tage haltbar sind“, erklärt Küpper ein weiteres Problem. Krankenhäuser könnten keinen Vorrat anlegen, deshalb sei der kontinuierliche Nachschub an gespendetem Blut so wichtig.

Angst vor gesundheitlichen Auswirkungen beim Blutspenden im Sommer müssten die Menschen dabei nicht haben. „Auch bei hohen Außentemperaturen ist eine Blutspende gut verträglich“, so Küpper. Vor dem Blutspenden sollte viel getrunken werden – idealerweise drei Liter Flüssigkeit. Einige Stunden vorher empfiehlt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zudem, ausreichend kohlenhydratreiche Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Am Tag der Blutspende sollte man auf Sport und körperlich anstrengende Tätigkeiten verzichten und nach der Entnahme den Flüssigkeitsverlust schnell ausgleichen.

Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. Die nächste Möglichkeit zum Blutspenden gibt es im Kreis Heinsberg in Wegberg-Arsbeck am Freitag, 19. August, von 16.45 bis 20 Uhr. Das DRK kommt in die Aula der katholischen Grundschule Arsbeck, Heuchterstr. 1. Außerdem findet in Hückelhoven-Ratheim am Sonntag, 21. August, von 9 bis 13 Uhr in der Mehrzweckhalle Ratheim, Wallstr. 60, eine Spendenaktion statt.

In Deutschland dürfen Menschen im Alter von 18 bis 68 Jahren Blut und Plasma spenden. Ist man älter, sollte ein Arzt beratend hinzugezogen werden. Aufgrund der Pandemie bittet der DRK-Blutspendedienst darum, sich vorab unter www.blutspende.jetzt einen Blutspendetermin zu reservieren. So kann jeder ohne Wartezeit und unter den höchstmöglichen Sicherheits- und Hygienestandards Blut spenden. Eine 3G-Regelung auf Blutspendeterminen gibt es nicht mehr. Die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes besteht jedoch weiterhin. Auch nach einer Corona-Impfung ist keine Rückstellung von der Blutspende erforderlich. Sofern keine Impfreaktionen wie Fieber oder Übelkeit auftreten, können Geimpfte am Folgetag schon wieder Blut spenden. Nach einer überstandenen Corona-Infektion mit schwerem Verlauf kann man spätestens vier Wochen nach Genesung wieder Blut spenden. Nach einer leichten Corona-Erkrankung besteht eine Woche nach Abklingen der Symptome die Möglichkeit, wieder Blut zu spenden.