Hückelhoven/Region: Vor 20 Jahren: Sophia-Jacoba stirbt

Hückelhoven/Region : Vor 20 Jahren: Sophia-Jacoba stirbt

Es war eine Entscheidung, die die Bergleuten in der Region bis ins Mark erschütterte, aber schlussendlich war sie unumstößlich: Am 11. November 1991, vor 20 Jahren, wurde das Aus für die Hückelhovener Steinkohlenzeche Sophia-Jacoba verkündet.

Im Jahr 1997 sollte die letzte Kohle gefördert. So kam es bekanntlich auch. Aber im Vorfeld des Beschlusses von 1991 hatten damals, seit 1987, viele Gruppen Protestaktionen in vielfältiger Form organisiert, um die Schließung von SJ zu verhindern.

Unvergessen ist dabei auch der legendäre Untertagesitzstreik der Kumpel, der seinerzeit bundesweit für viele Schlagzeilen sorgte. „Jetzt, 20 Jahre danach, wollen wir noch einmal an diese Zeit erinnern”, erklärte der damalige Betriebsratsvorsitzende der Zeche und heutige Vorsitzende vom Förderverein Schacht 3, Franz-Josef Sonnen.

So ist am kommenden Freitag, 11. November, um 19 Uhr eine Veranstaltung im Barbarastollen an Schacht 3 in Hückelhoven geplant. Vorgesehen sind ein kurzes Rollenspiel der Fraueninitiative sowie zwei Podiumsdiskussionen.

Unter der Moderation von Dieter Schuhmachers, Regionalredakteur des Zeitungsverlages Aachen für den Kreis Heinsberg, sollen Jutta Schwinkendorf, Wolfgang Döring und Berd Wolters sowie Georg Hupfauer, Klaus Eberl und Bernd Jansen darüber diskutieren, wie sie diese Zeit damals erlebt haben und was heute, 20 Jahre danach, daraus geworden ist. Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgt der Schachtchor.