Hückelhoven: Vor 20 Jahren kam die letzte Kohle ans Licht

Hückelhoven : Vor 20 Jahren kam die letzte Kohle ans Licht

Es war am Montag genau 20 Jahre her, dass der letzte Kohlewagen an „Schacht VI“ zu Tage kam. Im Rahmen einer Feierstunde wurde im Barbarastollen der Tatsache gedacht, dass der Kampf um Sophia-Jacoba verloren ging. Viele Ehrengäste gedachten der Zechenschließung vor 20 Jahren.

Den Anfang machte Detlef Stab, Vorsitzender des Fördervereins Schacht III und der Bergkapelle, der Bürgermeister Bernd Jansen ebenso willkommen hieß wie den Generalbevollmächtigten H.-G. Rieß, Jutta Schwinkendorf von der Fraueninitiative, den evangelischen Pastor Wolfgang Döring und Bernd Wolters von der katholischen Kirche.

Stab führte aus, einige Gruppen wie die Frauen von Hückelhoven, die KAB, die Kirchen, der DGB, die IG Bergbau und Energie, Vereine und Geschäftsleute hätten besonders um den Erhalt des Bergwerkes gekämpft. Für viele Menschen sei mit der Schließung die ganze Lebensplanung zusammengebrochen. Aber in der Stadt habe man nach vorne geschaut und zehn Jahre später den „Pütt“ symbolisch wieder geöffnet mit dem Barbara-Stollen.

Bürgermeister Bernd Jansen erklärte, die Zechenschließung habe Hückelhoven gezwungen zu großen Veränderungen und neuen Wegen. Die Stadt habe sich neu erfinden müssen.

(koe)
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