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Polizei kontrolliert im Selfkant: Vom unangemeldeten Bier bis zum nicht zugelassenen Lkw

Polizei kontrolliert im Selfkant : Vom unangemeldeten Bier bis zum nicht zugelassenen Lkw

Die Polizei hat bei Kontrollen im Selfkant zahlreiche Verkehrssünder erwischt. Unter anderem drohen vier Fahrverbote wegen zu hoher Geschwindigkeit.

Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte des Verkehrsdienstes der Kreispolizeibehörde Heinsberg haben am Mittwoch zwischen 11 und 19 Uhr an der Sittarder Straße/Millener Weg Verkehrskontrollen vorgenommen. Begleitet wurden sie dabei durch einen niederländischen Kollegen. Insgesamt wurden laut Polizeisprecher Frank Linkens etwa 70 Fahrzeuge kontrolliert.

Dabei wurde festgestellt, dass zehn Fahrer ihren Sicherheitsgurt nicht angelegt hatten oder keinen Schutzhelm trugen. Zwei Kinder waren im Fahrzeug nicht oder nicht richtig gesichert. Die verantwortlichen Personen müssen nun ein Verwarngeld zahlen. Fünf Fahrzeugführer hatten ihre Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert. Ein Fahrer nutzte während der Fahrt verbotenerweise sein Handy und ein weiterer stand unter der Einwirkung von Betäubungsmitteln. Linkens: „Gegen sie alle wurden Anzeigen gefertigt und in einem Fall eine Blutprobe entnommen sowie die Weiterfahrt untersagt.“

Ein Verkehrsteilnehmer war mit einem in den Niederlanden zugelassenen Motorroller unterwegs. Da das Fahrzeug eine Geschwindigkeit von 45 km/h erreichte, benötigte er jedoch eine Fahrerlaubnis. Diese hatte er jedoch nicht, so dass ihm die Weiterfahrt untersagt und eine Anzeige gefertigt wurde. An zwei kontrollierten Lkw war nach Angaben der Kreispolizeibehörde jeweils ein Reifen abgefahren. Auch hier untersagten die Beamten die Weiterfahrt und fertigten Anzeigen.

Ein Lkw mit österreichischem Überstellungsfahrschein befuhr trotz Verkehrsverbot den Millener Weg. Daraufhin wurde der Fahrer angehalten und kontrolliert. Dabei wurde festgestellt, dass das Fahrzeug nicht ordnungsgemäß zugelassen war. Die Weiterfahrt wurde daher untersagt und eine Anzeige vorgelegt. „Besonders auffällig war jedoch ein mit belgischen Kennzeichen versehener Kleintransporter. In diesem wurden zwei Paletten Bier ohne jede Sicherung transportiert. Eine Verwiegung ergab eine Überladung von mehr als 23 Prozent“, heißt es im Polizeibericht.

Zudem gehörten die montierten Kennzeichen nicht zu dem angetroffenen Fahrzeug. Somit ergab sich der Verdacht der Urkundenfälschung, des Kennzeichenmissbrauchs sowie des Fahrens ohne Zulassung sowie ohne Versicherungsschutz. Die Kennzeichen wurden laut Polizei sichergestellt und eine Strafanzeige gefertigt. „Der Fahrzeugführer musste zudem eine Sicherheitsleistung entrichten. Aufgrund des gewerblichen Kaufes von Lebensmitteln (Bier) in Deutschland und dem anschließenden Versuch, dieses nach Belgien zu transportieren, erhält das Hauptzollamt Aachen einen entsprechenden Hinweis, da sowohl der Verkäufer, als auch der Käufer/Transporteur dieses zollrechtlich hätte anmelden müssen“, so Polizeisprecher Frank Linkens.

Bei zeitgleich vorgenommenen Geschwindigkeitsmessungen im Selfkant an der Bundesstraße 56 wurden außerorts insgesamt 2119 Fahrzeuge gemessen. 117 von ihnen werden ein Verwarngeld zahlen müssen, da sie zu schnell unterwegs waren. 27 Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer waren so schnell, dass sie Anzeigen erhalten werden. Linkens: „Vier von ihnen müssen zusätzlich mit einem Fahrverbot rechnen.“

(red)