Lossprechungsfeier im Kreis Heinsberg: Vom Hufschmied zum Mechatroniker

Lossprechungsfeier im Kreis Heinsberg : Vom Hufschmied zum Mechatroniker

Die Kreishandwerkerschaft Heinsberg hatte zur Lossprechungsfeier der Innung Land- und Baumaschinen-Mechatroniker für den Handwerkskammerbezirk Aachen in das Sitzungszimmer der Kreishandwerkerschaft in Geilenkirchen eingeladen.

Der Innungs-Obermeister Josef Wirtz begrüßte die zahlreichen Gäste unter ihnen Vertreter der Handwerkskammer Aachen und des Berufskollegs Jülich.

Vor fünf Jahren eingeführt

In seiner Ansprache wies Obermeister Wirtz darauf hin, dass die Bezeichnung Land- und Baumaschinen-Mechatroniker erst vor fünf Jahren eingeführt worden sei, der Beruf aber schon Anfang des 19. Jahrhunderts als Huf- und Wagenschmied entstanden sei. Wirtz: „Er war dafür zuständig, dass die damalige Zugmaschine, sprich das Pferd, immer die beste Kraft mittels Hufeisen aufs Feld brachte.“ Er habe dafür gesorgt, dass die Pferde nicht so viel „Schlupf“ hatten.

Eggen und Pflüge

Eggen und Pflüge seien die ersten Landmaschinen gewesen, um die sich der Wagenschmied gekümmert habe. Aus dem Huf- und Wagenschmied sei Ende des 19. Jahrhunderts der Landmaschinen-Schlosser geworden, als neben dem tierischen Antrieb auch Maschinen in der Landwirtschaft zum Einsatz gekommen seien.

Studiendirektor Dieter Mirwald sprach als ehemaliger Klassenlehrer der Bezirksfachklasse LME 15 am Berufskolleg Jülich bei der Lossprechungsfeier. Er betonte, dass der nun erzielte Abschluss keine Selbstverständlichkeit sei, denn von 24 Schülern, die im August 2015 ihre Ausbildung begonnen hätten, seien nun nur noch neun auf der Lossprechungsfeier. Die Zahl der 13 Prüflinge, von denen 12 bestanden, vervollständigten vier Schüler, die aus anderen Jahrgängen hinzugekommen waren. Die Aushändigung der Gesellenbriefe oblag dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, Wolfgang Himpler.

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