Erkelenz: Volles Programm in der Erkelenzer Kirchenmusikwoche

Erkelenz: Volles Programm in der Erkelenzer Kirchenmusikwoche

Ein ganz schön abwechslungsreiches musikalisches Paket haben die Organisatoren der 14. Erkelenzer Kirchenmusikwoche geschnürt, die vom 15. bis 23. September in der katholischen Kirche St. Lambertus stattfindet.

Den musikalischen Höhepunkt, so die Veranstalter, bildet die Aufführung des Oratoriums „Die letzten Dinge“ von Louis Spohr (1784-1859), das am 16. September, um 17 Uhr, vom Kirchen- und Projektchor zusammen mit namhaften Solisten und der Philharmonie Düsseldorf in der katholischen Pfarrkirche St. Lambertus Erkelenz aufgeführt wird.

„Die letzten Dinge“ ist eines der berühmtesten Werke des Komponisten und gilt als das bedeutendste seiner vier Oratorien. Uraufgeführt wurde es am Karfreitag 1826 in Kassel und wurde danach in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts häufig gespielt. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts war es trotz seiner hohen musikalischen Qualität kaum noch bekannt.

Anlässlich des 150. Todestags des Komponisten im Jahr 2009 sind neue Notenausgaben erschienen, seither wird das Oratorium wieder häufiger aufgeführt und stellt eine wichtige Bereicherung der oratorischen Literatur dar. Zugrundeliegen die theologisch bedeutsamsten Teile der neutestamentlichen Offenbarung des Johannes, dessen Todes- und Ewigkeitsvisionen Spohr in eindringlicher Weise zu musikalischer Geltung bringt. Es besticht durch meisterhafte Instrumentationstechnik, überlegen eingesetzte Chromatik, groß angelegte Solo-Rezitative und eingängige Chorpartien voller inniger Empfindsamkeit einerseits und aufwühlender Dramatik andererseits.

Die Solisten sind Susan Kuhlen, Sopran, Mechthild Georg, Alt, Fabian Strotmann, Tenor, und Manfred Bühl, Bass. Die Leitung übernimmt Kantor Stefan Emanuel Knauer.

Eintrittskarten sind ab sofort im Vorverkauf und an der Abendkasse zu 20 Euro in den Buchhandlungen Wild und Viehausen sowie im Pfarramt Christkönig erhältlich.

Damit die Aufführung noch mehr genossen und noch tiefer verstanden werden kann, gibt es einen Einführungsvortrag zu diesem Oratorienkonzert mit Pfarrer Dr. Roland Scheulen als Referenten, und zwar am Samstag, 15. September, um 18.30 Uhr, im Pfarrzentrum St. Lambertus, am Johannismarkt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind jedoch willkommen.

„…mit Engelszungen“ heißt das Programm mit dem Mitte der Woche Kammersängerin Gabriele Rossmanith von der Hamburger Staatsoper und der Cuxhavener Konzertorganist Jürgen Sonnentheil in Erkelenz zu Gast sind. Sie spielen am Mittwoch, 19. September, 20 Uhr, klassische Werke von Langlais, Vierne, Rheinberger und anderen. Der Eintritt kostet zehn Euro (ermäßigt sieben Euro).

Den krönenden Abschluss der Kirchenmusikwoche bildet das Benefizkonzert für die neue Hauptorgel mit dem Titel „Jazz meets Church Organ“. Es tritt auf: Barbara Dennerlein! Für die Jazzpianistin hat die Presse bisher viele Namen gefunden, wie „Queen of Hammond“, „Weltklassemusikerin“, „Deutschlands bester Jazz-Export“. Die Fachwelt überschüttet sie mit Lob und Anerkennung. So wie sie, die sich nach nur anderthalb Jahren Orgelunterricht das Spiel auf der Hammond-Orgel autodidaktisch beigebracht hat, spielt wohl niemand das Instrument. „Sie macht nicht Musik, sie ist Musik“, jubelt ein Autor nach einem Konzert. In Erkelenz wird die gebürtige Münchnerin eine Symbiose aus Jazz und klassischen Elementen und vor allem ihre eigens für die Kirchenorgel komponierten Werke spielen. Der Name Dennerlein verspricht ungewöhnliche Klangwelten.

Das Konzert beginnt am Sonntag, 23. September, 17 Uhr, der Eintritt kostet 20 Euro ermäßigt 17 Euro.

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