Hückelhoven/Kleingladbach: Viktoria Kleingladbach: Gemeinsam die sportliche Situation verbessern

Hückelhoven/Kleingladbach: Viktoria Kleingladbach: Gemeinsam die sportliche Situation verbessern

Bei der Wahl des zweiten Vorsitzenden gab es bei der Jahreshauptversammlung von Viktoria Kleingladbach einen Einwand. „Ein Trainer kann nicht zweiter Vorsitzender sein“, hatte Josef Dörenkamp, Leistungsträger der ehemaligen Kleingladbacher Landesliga-Mannschaft, Bedenken.

Das sah der zur Wiederwahl vorgeschlagene Oliver Burghardt, der auch Trainer der ersten Viktoria-Mannschaft ist, anders. Der zweite Vorsitzende gehöre dem erweiterten Vorstand an, die Trainerfrage entscheide der geschäftsführende Vorstand. Er wisse auch beide Ämter zu trennen.

Oliver Burghardt nutzte die Gelegenheit, Bilanz zu ziehen. Er sei seit 1998 im Verein und habe als F-Juniorentrainer begonnen. „Ehrenvorsitzender Dieter Jansen hat damals den Weg vorgegeben, den ich unterschreibe: auf Spieler aus der eigenen Jugend setzen.“

Mittlerweile sei dieses Ziel erreicht. Die derzeitige sportliche Situation — vorletzter Tabellenplatz in der Kreisliga B 2 mit nur sieben Punkten nach der Hinrunde — sei auf ein Verletzungspech zurückzuführen, das er als Trainer noch nie erlebt habe. Burghardt kritisierte „Meckerecken“ der Zuschauer. „Wir brauchen Unterstützung, wenn es nicht läuft“, sagte er.

Die Mannschaft wolle raus aus dem Tabellenkeller und werde darum kämpfen. Langfristig sei sein Ziel nicht die Kreisliga B. „Ein bis zwei Klassen höher“ erachtet der Trainer als möglich. Dafür habe er 15 Jahre ausgebildet. „Das schaffen wir, aber gemeinsam.“

Dass die sportliche Misere allein am Verletzungspech festzumachen sei, zweifelte Josef Dörenkamp an. Aus der Mannschaft kamen unterschiedliche Reaktionen. Man dürfe nicht alles negativ reden, war eine Meinung. Man habe einfach schlecht gespielt, lautete eine andere. Die Mannschaft monierte in anderem Zusammenhang, dass sie bei ihrem Freitag-Treff im Sportlerheim „an der Theke nicht fair behandelt werde“.

Oliver Burghardt wurde in seinem Amt als zweiter Vorsitzender bestätigt, Petra Hermanns bleibt zweite Geschäftsführerin, Jürgen Paulussen zweiter Kassierer und Stefan Koch zweiter Jugendleiter. Der Vorstand wurde um Stefan Batalia und Sebastian Laye erweitert, die sich bei der Organisation der Turniere einbringen.

Jugend auf gutem Weg

278 Mitglieder gehören der Viktoria an. Geschäftsführer Pasqual Willems erwähnte, dass sich vor der Saison zehn Spieler für die neu gebildete zweite Mannschaft gefunden hatten. Deren Trainer Männi Löwenkamp hatte sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt, Nachfolger sind Andre Bary und Michael Krause.

Die Viktoria hatte im ereignisreichen Jahr 2013 die Jugend-Stadtmeisterschaften in der Halle und auf dem Feld sowie den NEW-Streetsoccer-Cup ausgerichtet.

88 Kinder spielen in sieben Mannschaften unter Anleitung von 14 ehrenamtlichen Trainern. Man könne durchaus noch Zuwachs an Spielern brauchen, sagte Jugendleiter Werner Müller. Müller ist zuversichtlich, in der kommenden Saison wieder eine eigene A- und C-Juniorenmannschaft bilden zu können.

Derzeit spielen die Jugendlichen dieser beiden Jahrgänge unter der Regie des SV Golkrath. Nur zwei der fünf „Jubilare“ konnten aus den Händen des Vorsitzenden Albert Nilling ihre Auszeichnungen entgegen nehmen. 40 Jahre Mitglied sind Gerd Gillessen, Ralf Mylius, Rolf Antoniak und Friedel Dreßen. Zehn Jahre gehört Pascal Nikolay dem Verein an.

(sie)