Vier Unbekannte sprengen Geldautomat bei Wassenberg

Mit Audi geflüchtet : Haus evakuiert nach Sprengung eines Geldautomaten

Unbekannte sprengen Bankautomaten bei Wassenberg

Ein lauter Knall weckte in der Nacht zu Mittwoch Anwohner im Wassenberger Ortsteil Birgelen: Unbekannte hatten einen Geldautomaten gesprengt. Da nicht der gesamte Sprengstoff detoniert war, wurden Wohnungen im näheren Umkreis evakuiert.

Durch die Wucht der Explosion um 3.50 Uhr wurde der Vorraum der Volksbank in der Lambertusstraße stark beschädigt. Die Scheiben barsten, Dachplatten fielen herab. Laut Polizeibericht sahen aus dem Schlaf gerissene Anwohner vier Männer von schlanker Statur, vermummt mit Sturmhauben. Sie hielten sich noch kurz am Gebäude auf, stiegen dann in einen dunklen Audi und fuhren in Richtung niederländischer Grenze davon.

Ob sie Bargeld erbeuteten, wird noch ermittelt. Die Polizei sicherte die Spuren am Tatort und nahm die Ermittlungen auf.

An einem zweiten Geldautomaten, der sich ebenfalls in dem Gebäude befand, hatten die Täter offenbar ebenfalls bereits Sprengstoff angebracht. Der war aber nicht explodiert, weshalb Sprengstoffexperten hinzugerufen wurden. Fünf Wohnungen im direkten Umfeld der Bankfiliale mussten zur Sicherung evakuiert werden. Auch die Lambertusstraße musste gesperrt werden.

Wer Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich beim Kriminalkommissariat der Polizei in Heinsberg unter der Telefonnummer 02452/9200 zu melden.

Fast zeitgleich wurde eine Scheibe einer Bankfiliale auf der Lauerstraße in Erkelenz eingeworfen. Da der Polizei Heinsberg kein Einbruch oder Einbruchsversuch bekannt ist, handelte es sich wohl um Vandalismus.

Insgesamt gab es in diesem Jahr in der Region bereits 15 Fälle von Sprengungen an Geldautomaten Elfmal waren die Täter erfolgreich, sechsmal davon im Kreis Heinsberg. Viermal blieb es beim Versuch, einmal davon in Übach-Palenberg.

(red/pol)