Drei Vereine, ein Konzert: Vielseitig, modern, klanggewaltig

Drei Vereine, ein Konzert : Vielseitig, modern, klanggewaltig

Zu einem außergewöhnlichen Konzerterlebnis luden die musizierenden Ortsvereine aus Bocket, der Musikverein Sankt Josef, der Kirchenchor Sankt Josef und das Trommler- und Pfeiferkorps Sankt Aloysius, in das frühlingshaft geschmückte Bürgerhaus „Alte Schule“ ein.

Im vergangenen Jahr hatte das Gemeinschaftskonzert seine erfolgreiche Premiere und nach der diesjährigen Neuauflage ist man nun auf einem guten Weg, daraus eine traditionelle Veranstaltung in gemütlicher entspannter Atmosphäre zu etablieren. Musikalische Vielfalt und Qualität wurde den Konzertbesuchern geboten. „Weil’s so schön war“ so könnte auch das Motto lauten, denn man hatte wirklich die Möglichkeit, bei den locker entspannt vorgetragenen Programmbeiträgen den Alltag für eine Weile hinter sich zu lassen und den vielen bekannten wunderbar arrangierten Melodien zu lauschen.

Dass es ein unterhaltsamer Abend werden würde, versprach auch schon die charmante Begrüßung des Musikvereinsvorsitzenden Jürgen Spiertz, der auch darauf hinwies, dass der Reinerlös einem karitativen Zweck, nämlich der Stiftung „Lebensblume“, zugutekommt.

Mit der „Fanfare for a Celebration“ war dem Musikverein Bocket, der unter der Leitung von Jos Vogel musizierte, ein lockerer und modern klingender fröhlicher Einstieg gelungen. Wunderschöne Melodien erklangen in den Filmmusik-Medleys „Tranformers“ und „Beauty and the Beast“. In einem einzigartigen Sound präsentierte das Orchester eingängige Melodien und groovige Rhythmen der extrem erfolgreichen englischen Band „Coldplay“. Mit der wohl bekanntesten und beliebtesten Komposition des niederländischen Marschkönigs Johan Wiechers, dem „Mars der Medici“, beendete der MV Bocket, mit Feingefühl und Musikalität, schwungvoll, klanggewaltig und technisch versiert, seinen Programmteil.

Nach einer kleinen Umbaupause unterhielt dann der Kirchenchor St. Josef Bocket die interessierten Zuhörer. Die anspruchsvolle Aufgabe eines kunstvollen Übergangs, der alte Tugenden bewahrt und gleichzeitig Zeichen des Wandels setzt, er ist dem Chor bestens gelungen. Schon beim ersten Lied, dem Kanon „Der Himmel geht über allem auf“, zeigte sich Vielseitigkeit und moderner Schwung, lud doch Dirigent Wilfried Tellers (der auch am Klavier bravourös begleitete) die Konzertbesucher gleich ein, kräftig mitzusingen, was dann auch bestens gelang.

Corry Sturmanns moderierte gekonnt Hintergründiges zu den bekannten Liedern. Die fröhlichen Klänge von „Perhaps love“ von John Denver und „Wenn nicht jetzt, wann dann“ von den Höhnern setzte der gemischte Chor ebenso gut um, wie die bekannten Songs von Max Raabe „Für Frauen ist das kein Problem“, und von den Sportfreunden Stiller das „Applaus, Applaus“.

Mittels effektvoller Tonsprache präsentierte das Trommler- und Pfeiferkorps Bocket, unter der Leitung von Pascal Janssen, sein flottes Programm. Vorsitzender Eric Jaite leitete mit fundiertem Wissen locker von einem Stück zum anderen, wobei alle gespielten „Ohrwürmer“ vom Dirigenten komponiert oder arrangiert waren, und für jeden Geschmack etwas dabei war. Zunächst der Marsch „Buikholt“, dann das Lied „Ich glaube“ von Udo Jürgens, sowie das „Everything I Do“ von Bryan Adams, und das „A Thousand Years“ von Christina Perri.

Mit einem Medley der bekanntesten ABBA-Melodien beendete das Trommler- und Pfeiferkorps das Gemeinschaftskonzert der musizierenden Bocketer Vereine, und lud damit schwungvoll und elegant zu einem geselligen Beisammensein für alle Besucher sowie die Mitwirkenden ins Bürgerhaus „Alte Schule“ ein.