Heinsberg: Vielen Weihnachtstüten droht die Leere

Heinsberg: Vielen Weihnachtstüten droht die Leere

Die Weihnachtsaktion der Heinsberger Tafel ist dringend auf Lebensmittel-, Spielzeug- oder Geldspenden angewiesen. Daher hat sich der Vorstand der Heinsberger Tafel dazu entschieden, weitere Annahmetermine anzubieten.

„Wenn Sie mithelfen wollen, dass Weihnachten auch für die Nichtbegüterten zu einer Unterbrechung des tristen Alltags wird, dann unterstützen Sie uns durch Lebensmittelspenden, Gutscheine, Spielsachen oder Geldspenden.“ So lautete in diesem Jahr der Aufruf der Heinsberger Tafel zu Spenden für die rund 200 Weihnachtstüten, die in diesem Jahr für die Weihnachtsausgabe am Donnerstag, 17. Dezember, benötigt werden.

Doch dieser Aufruf scheint noch nicht weithin gehört worden zu sein, denn bei einem Besuch des Tafelvorstands bei der „Schirmfrau“ der diesjährigen Aktion wurde klar, dass noch viele Spenden fehlen, um allen Tafelkunden anlässlich des bevorstehenden Weihnachtsfests eine Freude zu machen.

Im Büro von Annegret Krewald, Schulleiterin des Heinsberger Kreisgymnasiums, verdeutlichten jetzt Vorsitzender Pfarrer Sebastian Walde, sein Stellvertreter Kurt Kornmesser, Geschäftsführer Heinz-Werner Küpper und Schriftführerin Elisabeth Jansen-Eschner die Dramatik der Situation: Derzeit haben sie gerade einmal so viele Spenden erhalten, dass sie damit 30 Weihnachtstüten füllen können. Rund 200 und damit 25 Prozent mehr als im vergangenen Jahr werden aber benötigt, um alle Bedürftigen berücksichtigen zu können.

Der Vorstand der Tafel hat sich daher entschlossen, die Annahmetermine, die eigentlich an diesem Samstag enden sollten, weiter auszuweiten. So können jetzt nicht nur am heutigen Samstag, sondern auch noch am kommenden Montag, Dienstag und Mittwoch in der Zeit zwischen 9.30 und 12.30 Uhr Spenden abgegeben werden in den Räumen der Heinsberger Tafel, Erzbischof-Philipp-Straße 18, in der Heinsberger Innenstadt.

Benötigt werden vor allem Lebensmittel. Thunfisch in Dosen sei sehr beliebt, berichtete die Schriftführerin. Aber auch Nudeln, Reis und Tee, Mehl und Zucker oder Obstkonserven seien Geschenke, die von den Kunden der Tafel sehr gerne angenommen würden. Grundsätzlich könne alles gespendet werden, was nicht verderblich sei, so Geschäftsführer Heinz-Werner Küpper.

Annegret Krewald und Monika Lennertz, Lehrerin für Religion und Deutsch, hatten in diesem Jahr bereits zum dritten Mal parallel im Gymnasium zu Spenden für die Tafelaktion aufgerufen. Und so konnten sie dem Vorstand bei seinem Besuch zusammen mit einigen Schülerinnen bereits die ersten Lebensmittel- und Spielzeugspenden übergeben. Auch in der Schule bestehe jetzt bis zur großen Pause am kommenden Mittwoch, 16. Dezember, noch die Möglichkeit, Spenden im Schulsekretariat abzugeben, erklärte die Schulleiterin.

Sie freute sich zudem über die Bereitschaft einiger Schüler, die Mitarbeiter der Tafel in der kommenden Woche bei der Zusammenstellung der Weihnachtstüten zu unterstützen.

Sie habe in diesem Jahr sehr gerne die Schirmherrschaft über die Aktion übernommen, weil sie sehr beeindruckt sei vom langfristigen Engagement der Tafel für bedürftige Menschen, erklärte Annegret Krewald den Vertretern der Tafel. Dieses Engagement erfolge meist in aller Stille. „Auch die neue Herausforderung durch die große Zahl von Flüchtlingen, die auch nach Heinsberg gekommen sind, hat die Tafel bravourös gemeistert“, betonte sie.

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