Viele Könige zu Besuch im Kreishaus

Traditioneller Empfang : Viele Könige zu Besuch im Kreishaus

Etliche Kilometer waren die Sternsinger wieder von Haus zu Haus gewandert. Sie hatten die segensreichen Buchstaben C+M+B an die Hauseingänge geschrieben, etliche Euros für die Sternsingeraktion gesammelt und auch ein paar Süßigkeiten bekommen, um ihren Weg gestärkt fortsetzen zu können.

Vor allem aber hatten die Sternsinger wieder ein Zeichen der Solidarität gesetzt. Die 61. Aktion des Dreikönigstreffens hatte unter dem Motto „Wir gehören zusammen“ die Situation von Kindern mit Behinderung in Peru und weltweit in den Focus gerückt.

Diese Solidarität der Jungen in unserer Gesellschaft hob auch Landrat Stephan Pusch beim Sternsingerempfang im Kreishaus lobend hervor. Was die Sternsinger geleistet hätten, sei ein „tolles Zeichen für Solidarität“, sagte er vor den gekrönten Häuptern, die aus dem ganzen Kreisgebiet in die Kantine des Kreishauses gekommen waren. Gerade in der heutigen zeit, so Pusch, in der mächtige Männer dieser Welt Mauern bauen wollten, um arme Kinder fernzuhalten, sei es um so wichtiger, Zeichen der Solidarität mit den Ärmeren zu setzen.

Landrat Stephan Pusch als Gastgeber des traditionellen Dankeschön-Treffens im Kreishaus begrüßte neben den Sternsingern  und ihren Eltern auch Regionalvikar Probst Markus Bruns, Pfarrer René Mertens, Diakon Stephan  Lütgemeier und Hiltrud Derix aus dem Regionalteam der Region Heinsberg. Patrick Diekneite aus dem Jugendbeauftragtenbüro der katholischen Kirche in der Region Heinsberg und Michael Kock vom Heinsberger Regionalverband im Bund der Deutschen Katholischen Jugend hießen die Gäste des Empfangs ebenfalls herzlich willkommen.

Von der Leiter aus klebte der mutigste Sternsinger, assistiert von Landrat Stephan Pusch, den Segen 20*C+M+B+19 über den Eingang zur Kreisverwaltung. Foto: Dettmar Fischer

Der BDKJ und die katholische Jugendarbeit hatten sich zusammen mit Mitarbeitern der Kreisverwaltung wieder um die Vorbereitung der Feier gekümmert. Nach der offiziellen Begrüßung schritten die Sternsinger zur Tat. Landrat Stephan Pusch ging mit den Sternsingern der Pfarre St. Nikolaus Gangelt, die von Katharina Jütten begleitet wurden,  zum Portal der Kreisverwaltung. Die Gangelter Sternsinger waren in diesem Jahr auserkoren, das Haus der Kreisverwaltung mit dem Segen C+M+B zu versehen. Landrat Pusch gab zu, dass er auch früher dem Irrtum unterlegen gewesen sei, dass C+M+B Caspar, Melchior, Balthasar hieße, „würde ja passen“, meinte er und ließ sich von einem der Könige die eigentliche Bedeutung noch einmal erklären: „Christus mansionem benedicat“. Der lateinische Text übersetzt hieße dann „Christus segne dieses Haus“, dann noch einen Stern, der für den Stern von Betlehem steht und drei Kreuze für den dreifaltigen Gott. Heraus kommt die Inschrift: 20*C+M+B+19.

Im Kantinenraum warteten die DJs Dr. Fofo und Dr. Det auf die Unterstützung der Sternsinger beim Trommelzauber. Die DJs hatten reichlich Trommeln mitgebracht, und da sich die Sternsinger inklusive Landrat Stephan Pusch taktsicher zeigten, musizierte man gemeinsam mit viel Elan. Der Sänger Maik Vollberg stimmte mit den Kindern und den übrigen Gästen einige Lieder an. „Hoch am Himmel steht ein Stern“ und „Stern über Bethlehem“ passten sehr gut zum Dreikönigssingen.

Während einer kleinen Pause gab es für die Gäste Getränke und Kekse. Im Namen des Regionalteams dankte Hiltrud Derix den Sternsingern für ihren Einsatz und meinte, der Empfang beim Landrat sei ja fast schon so wie der bei der Bundeskanzlerin Angela Merkel.