Viele Ideen für Oberbruch im Gepäck

Gut besuchter Workshop : Viele Ideen für Oberbruch im Gepäck

Eines stand am Ende der als Workshop konzipierten „Ideenschmiede“ in der Aula der Gesamtschule in Oberbruch schon fest: für die Planungsteams von Greenbox Landschaftsarchitekten aus Köln, von Förder Landschaftsarchitekten aus Essen in Kooperation mit Reicher Haase aus Aachen und die Hermanns Landschaftsarchitektur/Umweltplanung aus Schwalmtal in Kooperation mit Rheinflügel Severin aus Düsseldorf wird es keine leichte Aufgabe sein, die Vielzahl von Wünschen und Anregungen der Oberbrucher Bürgerschaft unter einen Hut zu bringen.

Besonders viele alteingesessene Oberbrucher waren der Einladung zur Ideenschmiede gefolgt, das hatte eine Nachfrage von Christina Drenker ergeben.

Sie und ihre Kollegen von der Firma ISR aus Haan hatten die Moderation des Abends übernommen. Der größte Teil der Anwesenden lebt demnach schon mehr als 30 Jahre in dem Heinsberger Stadtteil. Und jetzt sollten sie sich Gedanken machen über eine nachhaltige Nutzung des ehemaligen Freibades in Oberbruch mit den anschließenden Flächen. Die Planbereiche sind neben dem Freibadgelände eine Fläche an der Boos-Fremery-Straße, die Grünachse an der Wurm und ein Freigelände südlich der Gesamtschule. Es soll bekanntlich ein lebendiger Bürgerpark für die Bevölkerung entstehen, der sich durch eine Verknüpfung mit den Grün- und Freizeitflächen sowie einem zeitgemäßen Wohnangebot auszeichnet.

Josef Füßer, Vorsitzender der IG 2020, stellte in diesem Zusammenhang erfreut fest: „Es gibt keine Diskussion mehr, warum wir das Freibad nicht erhalten können. Man will in die Zukunft schauen. Es gibt aber noch viele kleine Fragen, die mit der Zeit kommen werden und gelöst werden müssen.“

Schon am Nachmittag hatten auch Jugendliche das Gelände erkundet und nicht nur Bürgermeister Wolfgang Dieder beeindruckt. „Sie hatten eine erstaunlich intensive Arbeitshaltung beim Schülerworkshop am Nachmittag“, bemerkte er denn auch. Ihnen ging es vor allem um die Bewegung im Freien. Eine Skater- oder Mountainbike-Anlage konnten sie sich ebenso vorstellen wie einen Grillplatz oder eine Parcours-Anlage.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung war aus dem Zuhörerraum die Frage nach dem zur Verfügung stehenden Budget gestellt worden. Letztlich blieb diese allerdings unbeantwortet. „Es gibt keine Budget-Vorgabe“, erklärte Jochen Füge von ISR. „Aber die Bäume wachsen auch nur begrenzt in den Himmel.“ Wolfgang Dieder erläuterte später noch, dass man sich hier ja im Bereich der Städtebauförderung bewege, und die Grundlage für eine solche Förderung hätten die Oberbrucher schon dadurch geschaffen, dass sie so zahlreich gekommen und sich beteiligt hätten. Auf die Brööker könne man sich eben verlassen.

In drei Runden zu 15 Minuten, die per Gongschlag eingeläutet wurden, befassten sich die Bürger reihum mit den Planbereichen. Bei der Neugestaltung des alten Freibades nahm die Erhaltung des Sprungturmes als Wahrzeichen offenbar einen wichtigen Stellenwert ein. Auch über Außengastronomie und ein Beleuchtungskonzept wurde nachgedacht. Das vorhandene Grün sollte nach Möglichkeit erhalten werden und Wasser solle nach wie vor in diesem Bereich eine Rolle spielen. Vielleicht, so meinten einige, könne ja sogar ein Kleinkinderschwimmbecken erhalten werden.

Ein wenig überrascht waren die Moderatoren, dass sich so viele Bürger mit dem Thema Wurm befassen wollten. Von einem Wasserspielplatz über einen anzulegenden Naturlehrpfad bis zu einem kleinen See an einem toten Flussarm reichten die Vorschläge. Manche planten in ihrem Eifer gleich bis nach Dremmen hinein.

An der Freifläche hinter der Gesamtschule konnten sich viele durchaus einen Kunstrasenplatz vorstellen. Aber auch Fitnessgeräte für alle oder ein Amphitheater gehörten zur Ideensammlung.

Wie unterschiedlich die Planungsteams das Ergebnis der Ideenschmiede nun verarbeiten werden, wird an gleicher Stelle am 9. April um 17.30 Uhr in Form einer Zwischenpräsentation der Öffentlichkeit gezeigt.