Viele Hochkaräter beim Jubiläum der KG Flöck op Wegberg

KG Flöck op Wegberg : Viele Hochkaräter beim Jubiläum

Zur Jubiläumssitzung zum 140-jährigen Bestehen hatte die KG Flöck op Wegberg in idealer Mischung alles aufgeboten, was im deutschen Karneval Rang und Namen hat.

Hochkaräter in Sachen Humor reihten sich auf der Bühne des vollbesetzten Wegberger Forums aneinander: Gisbert Fleumes, der seinen Vortrag vorwiegend in Reimform präsentierte, Bruce Kapusta, der Clown mit der Trompete, Achim und Harry als Vertreter des klassischen Zwiegesprächs, Bauchredner Klaus Ruprecht mit seinem affenstarken Willi und zu vorgerückter Stunde Bernd Stelter, der Mann mit der Gitarre.

Hinzu kam ein außergewöhnliches Spektakel mit raffinierter Technik, fantastischen Lichteffekten und tollen Kostümen in der Licht- und Musikshow „Funtastic Lights“ von Ruud Koedooder. Dem Angriff auf die Lachmuskeln ergab sich das bestens aufgelegte und originell kostümierte Publikum ohne Gegenwehr.

Weniger auf die Lachmuskeln, sondern mitten ins Herz zielten im Gegensatz zu den Hochkarätern die „Familienjuwelen“, die Mitglieder der Flöck-op-Familie. Die niedlichen Bambini, „Die Flöckchen“, tanzten sich als Wikinger im Nu in die Herzen des Publikums, rasant und beschwingt bezauberten die Tanzmariechen Lisa Padtberg und Annabel Sturm. Wirbelnde Beine und perfekte Choreografien präsentierten die anmutigen jungen Tänzerinnen der Jugendgarde und der Juniorengarde mit ihren Gardetänzen.

Kein Entrinnen vor dem Karneval mit „Hätz un Siel“ gab es spätestens beim Einzug des Wegberger Dreigestirns, Prinz Bernd II, Bauer Willi und Jungfrau Helene. Sie schwärmten aus bis in die letzte Ecke des Forums, sangen, tanzten und schunkelten mit dem Publikum und verteilten nicht nur dunkelrote Rosen, sondern gaben auch ihre eigene echte Begeisterung für den Karneval, den Spaß an d’r Freud, in den Saal. Und machten damit ihrem Motto „Drei Jecken außer Rand und Band, feiern Karneval am Berker Schwalmenstrand“ alle Ehre. Doch damit nicht genug. Mit ihrer Gesangseinlage auf der Bühne brachten sie nicht nur das Publikum auf Hochtouren, sondern auch den gesamten Verein einschließlich Elferrat und Präsidentin zum Tanzen.

Gut gelaunt, routiniert und mit herzerfrischenden Kommentaren führte Präsidentin Sonja Opwis durch das Programm. Und doch war ausgerechnet sie es, die einen Wermutstropfen in die ausgelassene Stimmung fallen ließ. Denn sie verabschiedete sich von ihrem Publikum. „Es war eine tolle Zeit – aber nun ist es genug“, gab sie am Rande der Veranstaltung zu Protokoll. Seit 2007 bekleidet sie offiziell das Amt der Präsidentin, aber schon seit 1996 leitet sie die Sitzungen der KG Flöck op. Ihre erste Sitzung war eine Damensitzung, die damals noch „Hausfrauennachmittag“ hieß. „Da warteten dann gegen 20 Uhr die ‚Abfangjäger‘ auf die feiernden Frauen“, erinnerte sie sich. Das hat sie gleich geändert, längst haben die Frauen in der Mühlenstadt ihre eigene Damensitzung und feiern bis in den frühen Morgen.

Nur noch eine Sitzung wird sie leiten: die Damensitzung am 15. Februar. Hier hat sie begonnen und hier schließt sich der Kreis für Sonja Opwis.

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