Heinsberg-Porselen: Verteilstation für das Glasfasernetz in Porselen ist errichtet

Heinsberg-Porselen: Verteilstation für das Glasfasernetz in Porselen ist errichtet

Einige interessierte Bürger hatten sich eingefunden am Gelände der Grundschule in der Ullrichstraße. Aber auch Marco Westenberg von der Deutschen Glasfaser GmbH in Heinsberg, Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder, Ortsvorsteher Norbert Krickel und die Vertreter der Bürgerinitiative IG Glasfaser Porselen beobachteten das Geschehen und erfreuten sich an der Aufstellung des PoP (Point of Presence), der Verteilungsstation für das Glasfasernetz in Porselen.

Innerhalb der Stadt Heinsberg war dies nach Kempen und Unterbruch der dritte Standort, an dem die etwa 25 Tonnen schwere Station, die als Knotenpunkt für rund 2700 Hausanschlüsse dienen wird, aufgestellt wurde. „Ich bin erfreut über den auch in den einzelnen Ortsteilen der Stadt Heinsberg voranschreitenden Ausbau einer zukunftsorientierten Infrastruktur“, betonte Bürgermeister Dieder. Die Versorgung der Stadtteile mit einem schnellen Internet — und dies flächendeckend bis 2015 umgesetzt — habe für ihn den gleichen Stellenwert wie die Versorgung mit einem gut funktionierenden Straßennetz. Da seien sich alle Verantwortlichen im Kreis Heinsberg einig. „Die Zukunft der Orte ist abhängig von der vorhandenen Infrastruktur, die Arbeitsplätze sichern hilft“, verdeutlichte Dieder das Engagement seitens der Stadt und des Kreises Heinsberg in Sachen Glasfasernetz.

Dass dies in Porselen schon jetzt gelungen sei, erfreute auch den Ortsvorsteher Norbert Krickel. Er zeigte sich davon überzeugt, dass die bisher erreichte Abdeckung von 54 Prozent der Haushalte in Porselen, die bis jetzt einen Anschluss erhalten würden, nur durch die Aktivität der extra dafür gegründeten Bürgerinitiative erreicht worden sei. „Bei der ersten Informationsversammlung zum Thema Glasfasernetz haben sich 30 Bürgern zusammengeschlossen und die Interessengemeinschaft Glasfaser Porselen gegründet.“

Unterstützung habe man dabei auch bei den Mitgliedern des Ortsrings gefunden. „So konnten wir viele Fragen klären und Vertrauen in das neue Angebot erwerben“, beschrieb Krickel die Vorgehensweise, die zum Erfolg für Porselen geführt habe.

Darüber hinaus habe man vor, dass nach Verfügbarkeit des Glasfasernetzes die IG Glasfaser Porselen dann auch bei der Einrichtung der Geräte im Haus und in den Wohnungen die Bürger unterstützen und weiter betreuen wolle. „Mit den bisher gemachten Erfahrungen möchten wir nun auch dem Stadtteil Horst dazu verhelfen, dass die Mindestanzahl an Hausanschlüssen als Quote erreicht wird“, benannte Ortsvorsteher Krickel.

40 Prozent der Haushalte eines Ortsteils müssten sich vertragsmäßig anschließen lassen. Dann werde die Deutsche Glasfaser den gesamten Ortsteil mit Glasfaser verkabeln, bekräftigte Marco Westenberg von der Deutschen Glasfaser GmbH das Vorgehen. Kirchhoven/Lieck, Aphoven/Laffeld/Scheifendahl und Hochbrück hätten die Quote in der Stadt Heinsberg ebenso erreicht.

„Für Karken und Dremmen erfolgt dann Mitte November jeweils eine erste Infoveranstaltung“, so Westenberg und Dieder zum weiteren Vorgehen in Sachen Glasfaserverkabelung. Die wichtigsten Fragen wie „Was passiert am Haus? Was kostet das? Was passiert mit meinem bestehenden Anschluss?“, würden dann beantwortet, betonten Westenberg und seine Mitarbeiter.