Verkehrsfreigabe des ersten Streckenabschnittes der neuen EK13/Ek17

Ortsumgehung : Eine große Entlastung für Gangelts Ortskern

Mit einer kleinen Feierstunde am Kreisverkehr Richtung Hastenrath an der Hastenrather Straße in Gangelt hinter dem Gewerbegebiet begrüßte Gangelts Bürgermeister Bernhard Tholen zahlreiche Gäste aus Wirtschaft und Politik zu einem besonderen Festakt: der erste Streckenabschnitt der Ortsumgehung Gangelt wurde für den Verkehr freigegeben.

Bernhard Tholen zeigte sich sehr glücklich, denn er erhofft sich eine weitere Verkehrsentlastung für den Ortskern. Dieser hatte sich schon nach Zählungen durch die Fertigstellung B56n von 20.000 auf die Hälfte verringert.

Umgestaltung

Mit Fertigstellung des ersten Abschnittes der Ortsumgehung mit weiterer Verlängerung und Anschluss an die Bundesstraße von Stahe aus kommend sieht er den Beginn einer neuen Zukunft für Gangelt. Tholen hegt den Wunsch, dass der zweite Abschnitt in 2020 fertiggestellt sein dürfte.

Dann möchte er den Ortskern mit Fördermitteln aus der Städtebauförderung umzugestalten, um diesen lebhafter und attraktiver zu gestalten und unter anderem verkehrsberuhigte Zonen einrichten. „Ziel ist es, einen wirklich historischen Ortskern zu schaffen, in dem man sich einfach nur wohlfühlen kann. Gangelt hat noch einiges zu bieten, wir haben für die Zukunft eine große Chance und möchten diese nutzen“, kam der Bürgermeister bereits richtig ins Schwärmen und dankte allen, die diese Ortsumgehung  realisierten.

Tholen blickte auf sehr gute Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung, der Bezirksregierung, den ausführenden Baufirmen und dem  Land NRW, das auch Mittel für die Realisierung der Straße bereitgestellt hatte:vom Land gab es 2,713 Millionen Euro, die Gesamtkosten beliefen sich auf 4,2 Millionen Euro.

 „Jeder hat sein Rädchen gedreht“, erkklärte Bernhard Tholen.

Landrat Stephan Pusch erinnerte sich an den symbolischen Spatenstich vor rund eineinviertel Jahren. „Die Fertigstellung der Ortsumgehung ist ein wichtiges Straßenbauprojekt für den Ort und auch für den Kreis Heinsberg“, erklärte Pusch. Er erwartet von der neuen B56n eine spürbare Verlagerung der Verkehrsströme. „Der Kreis ist in der Pflicht,  die Neuordnung des regionalen Straßenverkehrsnetzes vorzunehmen und diese Ortsumgehung Gangelt ist ein Teil dieser Aufgabe“, so Pusch. „Mit der Fertigstellung der zukünftigen nördlichen Ortsumgehung von Gangelt wird das derzeit 186 Kilometer lange Kreisstraßennetz um eine weitere Kreisstraßenstrecke von rund 2.8 Kilometer erweitert. Das heutige erste Teilstück ist mit rund 1,5 Kilometer das das Größere“, erklärte der Landrat.

(agsb)
Mehr von Aachener Zeitung