Krieg in Erkelenz: Verheerende Bombenangriffe von 1945 im Fokus

Krieg in Erkelenz : Verheerende Bombenangriffe von 1945 im Fokus

Der 23. Februar 1945, es war ein Freitag, bleibt in Erkelenz unvergessen. An diesem Tag wurden die Stadt und die gotische Pfarrkirche St. Lambertus nur wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Schutt und Asche gelegt.

Die dramatischen Ereignisse damals stehen in den kommenden Wochen im Mittelpunkt zweier Veranstaltungen: Es gibt ein Konzert in der Lambertuskirche und einen musikalisch umrahmten Vortrag im Alten Rathaus.

Nur der imposante Kirchturm hielt an diesem 23. Februar, wenn auch erheblich demoliert und einsturzgefährdet, dem Bombenhagel stand. Zum Gedenken an diesen traurigen Tag findet am Samstag, 29. Februar, um 19 Uhr in der Pfarrkirche St. Lambertus Erkelenz ein Konzert zum 75. Jahrestag der Zerstörung der Pfarrkirche mit Werken von Johann Sebastian Bach (1685-1750) statt.

Bach komponierte die Kantate „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“ BWV 26 1724 in Leipzig für den 24. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 19. November 1724 erstmals auf. Sie basiert auf dem Kirchenlied von Michael Franck (1652). Bach illustriert die Bilder des Textes von Vergänglichkeit und Substanzlosigkeit in „kurzen, pausendurchsetzten Akkordschlägen und eilenden Skalenfiguren“. Die Kantate „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ BWV 93 schrieb Bach für den 5. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 9. Juli 1724 zum ersten Mal auf. Zwischen den Kantaten erklingt das dreisätzige Concerto d-Moll BWV 1052 für Cembalo und Orchester.

Die Aufführung findet, wie bei den vergangenen Konzerten am Karfreitag, direkt vor den Zuhörern im Kirchenschiff statt. Ein Vokalensemble, bestehend aus acht Solisten, gestaltet die Chöre und die Solopartien. Die Leitung hat Kantor Stefan Emanuel Knauer. Der Kartenvorverkauf startet am heutigen Montag, 20. Januar, in den Buchhandlungen Wild und Viehausen sowie im Pfarrbüro Christkönig.

An die Kriegsereignisse Ende Februar 1945 in Erkelenz erinnern am Donnerstag, 27. Februar, ab 19 Uhr im Alten Rathaus auch Günther Merkens und Wilfried Mercks vom Heimatverein der Erkelenzer Lande. Sie warten mit einem Vortrag mit Fotos, Filmausschnitten und Augenzeugenberichten auf. Die letzten Monate und Wochen der Kriegshandlungen stehen dabei im Vordergrund. Für den musikalischen Rahmen sorgt das Ensemble „Shpil, Klezmer, shpil!“ Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Kreismusikschule organisiert. Anmeldung unter 02431/85208 oder geschaeftsstelle@heimatverein-erkelenz.de. Der Eintritt ist frei.