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Heinsberger Indien-Hilfswerk: Unterstützung von Frauen ist besonders wichtig

Heinsberger Indien-Hilfswerk : Unterstützung von Frauen ist besonders wichtig

Seit vielen Jahren engagiert sich das Heinsberger Indien-Hilfswerk für notleidende Menschen. Eine wichtige Partnerin vor Ort ist Schwester Regina.

Für Projekte für Menschen mit Behinderungen in Indien setzt sich das Heinsberger Indien-Hilfswerk seit mehr als 40 Jahren ein. Daneben unterstützt der Verein nach Möglichkeit auch weitere notleidende Menschen, die ohne fremde Hilfe kein würdiges, eigenständiges Leben führen können. Hierzu zählen vor allem alleinstehende Frauen mit ihren Kindern und alte Menschen.

„Besonders wertgeschätzt wird die Arbeit von Schwester Regina, die im nordindischen Buniadpur in ländlichen Projekten guten Kontakt zur einheimischen Bevölkerung pflegt“, sagt Agnes Frenken, die Vorsitzende des Vereins. Schwester Regina betont: „Wenn wir in die Bildung von Frauen investieren, kommt dies immer den Familien zugute. Denn es sind meist die Frauen, die sich um das Wohlergehen ihrer Kinder und der Alten kümmern.“ Mit diesem Ansatz hat sie sich dafür eingesetzt, dass mit den Heinsberger Spendengeldern zehn junge Frauen zu Schwesternhelferinnen ausgebildet wurden und nun eine Anstellung im Krankenhaus gefunden haben. 33 Frauen können nach erfolgreich abgeschlossenen Nähkursen in Heimarbeit einen kleinen Zusatzverdienst erwirtschaften.

„Vor allem verwitwete Frauen haben in Indien einen schweren Stand: Einige von ihnen erhielten ein Mastschwein, andere wurden angeleitet, einen kleinen Nutzgarten anzulegen, um so ein kleines Einkommen zu erwirtschaften“, schildert Agnes Frenken die Lage.

Besonders in entlegenen Regionen ohne medizinische Grundversorgung hätten sich Gesundheits-helferinnen als Erstkontakt bewährt. So erhielten 15 Frauen eine Grundausbildung im Bereich Gesundheit, Hygiene und Ernährung und können nun Familien beraten und im Krankheitsfall Kontakt mit einem Arzt oder Krankenhaus herstellen. Sie verteilen bei Bedarf Lebensmittelpakete und besuchen auch regelmäßig alte Menschen, um sich ein Bild von ihrem Gesundheitszustand machen zu können. Frenken: „Diese Besuche werden sehr dankbar in den Dörfern angenommen, denn während der Corona-Pandemie drohten viele Alleinstehende zu vereinsamen.“

Da viele Menschen Analphabeten sind, unterstützen die Helferinnen außerdem bei der Beantragung einer kleinen staatlichen (Witwen-)Rente. Auch wenn es sich hierbei um kleine Beträge handelt, sind sie doch für die Antragsteller eine große Hilfe. „Wir sind froh, dass wir mit Schwester Regina eine verlässliche Projektpartnerin haben, die überall da anpackt, wo Menschen zur Selbsthilfe angeleitet werden können“, so Agnes Frenken, die Vorsitzende des Vereins. Schließlich sind die geförderten Frauen in Indien Multiplikatoren, die sich für das Wohl der Gesellschaft einsetzen.

Wer die Arbeit des Indien-Hilfswerks unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf das Konto des Vereins tun: IBAN DE 90312512200007063464 BIC WELADED 1ERK.

(red)