Umwelt-Projekt der Initiative Heinsberg Smart City mit Jugendlichen

Heinsberg Smart-City : Bewusstsein für Umgang mit Verpackungen schärfen

„Schütze Deine Umwelt: Werde kreativ – gestalte mit“ lautet das Motto eines neuen Projekts der Initiative Heinsberg Smart City, einem Zusammenschluss von Bürgern, Unternehmen und Stadt, vor allem bekannt durch die jährlich in Heinsberg veranstaltete E-Rallye.

In dem neuen Angebot für Jugendliche, bei dem die beiden offenen Jugendeinrichtungen Oase in Oberbruch und „LoonyDay“ in Heinsberg Partner sind, geht es um das Thema Müllvermeidung.

Zunächst waren die Jugendlichen, die beide Einrichtungen besuchen, zu einer Filmvorführung ins Roxy-Kino eingeladen. „Tomorrow – die Welt ist voller Lösungen“ lautete der Titel des Streifens, deren Hauptdarsteller der französische Aktivist Cyril Dion und die Schauspielerin Mélanie Laurent sind. Deren positive Botschaft lautet, dass es in puncto Klimaschutz für ein Umdenken noch nicht zu spät ist.

Für Freitag, 28. Juni, um 16.30 Uhr sind alle jungen Menschen nun in die Oase nach Oberbruch eingeladen, um dort ihr eigenes Projekt zu starten. Mithilfe der Grafik-Designerin Sabrina Amels können sie ihren eigenen, wiederverwendbaren Kaffeebecher entwerfen. „Ziel ist es, das Bewusstsein für den Umgang mit Einwegverpackungen zu schärfen und den Verbrauch am Beispiel der To-go-Kaffeebecher in Heinsberg zu reduzieren“, erklärte Susanne Schwab, Sprecherin der Initiative, bei der Präsentation des Projekts in der Christuskirche. Im Schnitt trinke jeder Deutsche 162 Liter Kaffee im Jahr, davon etwa fünf Prozent aus Einwegbechern, Tendenz steigend. Allein in Berlin würden derzeit pro Tag etwa 460.000 Einwegbecher genutzt.

Ob die künstlerischen Arbeiten der Jugendlichen direkt auf die Mehrwegbecher aufgedruckt werden können oder als fertige Werke in die Hüllen der Becher eingelegt werden, steht noch nicht fest. Im Rahmen des Bier- und Bratwurst-Festivals am 6. Oktober sollen die Jugendlichen jedoch die ersten 500 Stück ihrer selbst kreierten Mehrweg-Kaffeebecher schon verkaufen dürfen, so die Initiative. Die Einnahmen sollen für ein gemeinsames Fest verwendet werden.

(anna)
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