Tödlicher Unfall: Ultraleichtpilot bei Kollision mit Flugzeug getötet

Tödlicher Unfall : Ultraleichtpilot bei Kollision mit Flugzeug getötet

Die Stimmung ist gedrückt auf dem Flugplatzgelände der Ultraleichtflug Gemeinschaft Erkelenz in Kückhoven. In den weit über 20 Jahren, in denen der Verein besteht, habe es ein solch trauriges Ereignis noch nie gegeben, erklärt ein Mitglied der Geschäftsführung.

Beim Zusammenstoß zwischen einem startenden und einem landenden Flugzeug war am Samstagnachmittag gegen 15.30 Uhr ein 70-jähriges Vereinsmitglied ums Leben gekommen.

Der Vorfall, der sich in der Nähe des Ultraleicht-Flughafens an der Landstraße 19 ereignete, geschah, als der 70-jährige Pilot aus Jülich startete und sich ein 60-jähriger Pilot aus Hürth, ebenfalls ein Vereinsmitglied, dem Boden näherte. Noch in der Luft waren die beiden Flugzeuge zusammengestoßen und anschließend in der Nähe des Flughafens in ein Feld gestürzt.

Leider kam für den 70-Jährigen jede Hilfe zu spät. Er verstarb an der Unfallstelle. Sein Flugzeug war bei dem Absturz in Brand geraten. Trümmerteile erstreckten sich über zwei Felder hinweg. Der schwerverletzte Pilot aus Hürth wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Wie es genau zu dem Unfall kam, sollte auch am Sonntag noch durch Mitarbeiter der Heinsberger Polizei und der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung geklärt werden. Aus diesem Grund blieb der Flugplatz gesperrt.

Von der Sonne geblendet?

Grundsätzlich sollen optimale Wetterbedingungen geherrscht haben, so dass einem Flug der beiden erfahrenen Piloten nichts im Wege stand. Vermutungen am Rande des Flugfelds lauteten, dass die tief stehende Sonne einen oder beide Piloten geblendet haben könnte.

Dem 60-jährigen Hürther war es dem Vernehmen nach noch gelungen, den Fallschirm seiner Maschine zu öffnen, bevor sie aufschlug. Bei diesem Flugzeug soll es sich um eine Maschine des Typs „Remos“, ein zweisitziges Ultraleichtflugzeug, handeln. Die Maschine des 70-Jährigen hatte noch in der Luft Feuer gefangen und brannte letztlich völlig aus.

Zur Rettung der Piloten wurden unter anderem ein Rettungshubschrauber sowie ein SAR-Hubschrauber angefordert. Zur Unterstützung kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz.

Wer Beobachtungen gemacht hat, die mit dem Unglück in Zusammenhang stehen könnten oder den Zusammenstoß gesehen und sich noch nicht bei der Polizei gemeldet hat, wird gebeten, sich an das Kriminalkommissariat 1 der Polizei unter 02452/9200 zu wenden.