Heinsberg: Ufer des Lago Laprello soll Seniorenresidenz werden

Heinsberg: Ufer des Lago Laprello soll Seniorenresidenz werden

Im Grünen, am Wasser — und trotzdem in der Nähe der Innenstadt. Am südlichen Ufer des Lago Laprello soll eine Tagespflegeeinrichtung mit angegliederten Wohnbungalows für Senioren entstehen. Klar ist schon jetzt, dass es sich bei dem Grundstück um ein schönes Stück Heinsberg handelt.

Nach Auskunft der Stadt soll auf dem 3300 Quadratmeter großen Gelände zwischen Seeufer, Ring- und Kolpingstraße ein Gebäude einer Pflegeeinrichtung mit 20 Tagespflegeplätzen entstehen. Dieses Gebäude soll dem Lago Laprello zugewandt sein. Dahinter sollen neun rund 60 Quadratmeter große, barrierefreie Bungalows gebaut werden.

Die Stadtverwaltung lege Wert darauf, dass sich die geplanten Gebäude in die vorhandene Baustruktur und die restliche Umgebung einfügen. Das Tagespflegegebäude soll teilweise zweigeschossig gebaut und niedriger als die bestehenden Häuser am Seeufer werden. Zusätzlich sollen die Häuser begrünte Flachdächer bekommen, was auch dafür sorgen soll, dass sich die Gebäude in ihre Umgebung einfügen.

Außerdem sagt Andreas van Vliet von der Stadt, dass der Wall neben dem Grundstück erhalten bleiben soll. Und die Straße zu der geplanten Pflegeeinrichtung solle ertüchtigt werden. Bislang handelt es sich um einen Schotterweg, der demnächst zum Beispiel gepflastert werden könne.

In der Politik findet dieses Vorhaben breite Zustimmung. Michael Dörstelmann (CDU) spricht von einer „sinnvollen Nutzung“ des Areals. Er stellt auch den direkten Zugang zum See heraus. Birgit Ummelmann (Grüne) begrüßt vor allem, dass man plane, Gründächer anzulegen.

Kritik kommt von den Freien Wählern. Sascha Mattern findet den Standort für seniorengerechtes Wohnen und eine Tagespflegeeinrichtung nicht gut gewählt: „Wir sollten nicht alle Flächen rund um den Lago zubauen.“ Im Übrigen bestehe im Kreis Heinsberg schon jetzt ein Überangebot an Tagespflegeplätzen.