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Umstrittene L364n: Überraschendes Aus für die Hückelhovener Ortsumgehung

Umstrittene L364n : Überraschendes Aus für die Hückelhovener Ortsumgehung

Das Oberverwaltungsgericht in Münster untersagt den Bau der umstrittenen L364n. Dem Urteil zufolge hat das Land NRW eine entscheidende Frist verstreichen lassen.

Das Oberverwaltungsgericht in Münster (OVG) hat den Bau der L364n in Hückelhoven untersagt. Der Hückelhovener Landwirt Jürgen Greven hatte in dem Berufungsverfahren gegen den Bau der Straße geklagt, weil er der Ansicht ist, dass die Rechtsgrundlage für die Umgehungsstraße erloschen ist.

Der Einschätzung folgten die Münsteraner Richter am Montag. „Der im Jahr 2004 festgestellte Plan zum Neubau der Landesstraße 364 – Ortsumgehung Hückelhoven – ist außer Kraft getreten, weil nicht innerhalb der gesetzlich vorgegebenen Fünfjahresfrist mit der Durchführung begonnen wurde“, teilte OVG-Pressesprecherin Gudrun Dahme dazu mit. Damit gab das OVG der Klage des Landwirts statt.

Das Urteil aus Münster kam doch einigermaßen überraschend. Denn Greven, der Eigentümer und Pächter von landwirtschaftlichen Flächen ist, die für den Bau der 3,2 Kilometer langen Straße benötigt werden, hatte bereits in den Jahren 2005 und 2009 erfolglos gegen den Planfeststellungsbeschluss geklagt. Auch das Verwaltungsgericht Aachen hatte Grevens Klage im November 2020 abgewiesen. Doch jetzt bekam er in Münster Recht.

Gegen die Straße hatte es in Hückelhoven immer wieder heftige Proteste gegeben. Die Straßengegner hatten auch häufig demonstriert, weil die Straße ihrer Meinung nach das Waldstück am Junkerberg zerschneidet und damit zu viel Natur zerstört.

Hier geht es zum ausführlichen Bericht: