Hückelhoven-Hilfarth: Turnhalle steht vor Sanierung oder Abriss

Hückelhoven-Hilfarth: Turnhalle steht vor Sanierung oder Abriss

In der Turn- und Sporthalle an der Callstraße in unmittelbarer Nähe zur Hilfarther Grundschule Uhlandstraße wurde vor 54 Jahren zum ersten Mal Sport getrieben. Die Halle ist also in die Jahre gekommen. Abriss und Neubau oder Kernsanierung, das ist jetzt die Frage.

Im vergangenen Jahr wurde ein Architekturbüro aus Jülich damit beauftragt, herauszufinden, was günstiger ist. Ergebnis: Eine Sanierung des Gebäudes ist — Stand heute — deutlich kostengünstiger als ein Neubau. Das Jülicher Architekturbüro Reinhard Windt stellte im Bauausschuss seine Berechnungen vor. Danach ist der größte Sanierungsaufwand im Bereich der Toiletten/Duschen/Umkleideräume zu leisten — sowohl was die gesamte Technik einschließlich Lüftung als auch was die räumliche Ausstattung betrifft. Bei einer Teilsanierung müsste die Stadt mit Kosten von mindestens 2,3 Millionen Euro rechnen. Ein Neubau würde dagegen mit etwa 4,8 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Nicht vor 2020

Allerdings — und darauf macht das Architekturbüro besonders aufmerksam — sei bislang noch keine statische Untersuchung der Tragwerkskonstruktion der Halle vorgenommen worden. Da könnten noch weitere Kosten anfallen. Das gilt auch für den Brandschutz: Auch hier muss noch eine brandschutztechnische Bewertung vorgenommen werden, was die Sanierungskosten weiter in die Höhe steigen lassen könnte.

Das Geld für die Sanierung will die Stadt in die mittelfristige Finanzplanung aufnehmen. Mit anderen Worten: Vor 2020 ist ohnehin nicht damit zu rechnen, dass die Halle in Schuss gebracht wird. Und wenn sich herausstellen sollte, dass die Kosten für die Verbesserung des baulichen Zustandes und der technischen Ausrüstung der Sozialräume so in die Höhe schnellen, dass man in drei Jahren doch zu dem Schluss kommt, ein Abriss und Neubau sei sinnvoller weil kostengünstiger — dann kann man das immer noch so entscheiden.

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