Tulpensonntagszug in Ratheim

Tulpensonntag : Strenge Auflagen für Zug in Ratheim

Nach Problemen in den vergangenen Jahren greifen die Behörden auch in diesem Jahr wieder konsequent durch, was die Organisation des Ratheimer Tulpensonntagszuges betrifft.

„Während früherer Tulpensonntagsumzüge in Ratheim wurde das Bild der fröhlich feiernden Karnevalisten leider wiederholt dadurch gestört, dass Einzelpersonen zu Gewalttätigkeiten neigten. Auch wurden durch die Zuschauer zum Teil polizeiliche Anordnungen missachtet. Als Ursache hierfür wird in erster Linie übermäßiger Alkoholkonsum angesehen“, begründet die Stadtverwaltung.

Um derartigen Problemen vorzubeugen, war erstmalig im Jahr 2014 auf Initiative des Karnevalsvereins gemeinsam mit der Kreispolizeibehörde Heinsberg und dem Jugendamt sowie dem Ordnungsamt der Stadt Hückelhoven ein Maßnahmenpaket erarbeitet worden, „welches sich bei vergangenen Umzügen bewährt hat und daher auch weiterhin Anwendung finden soll“.

So werden nach Angaben der Stadt Hückelhoven im Vorfeld und während des Umzuges insbesondere im Hinblick auf das Trinken und die Abgabe von Alkohol verstärkte Jugendschutzkontrollen stattfinden. „Sofern Minderjährige entgegen den Vorgaben des Jugendschutzgesetzes im Besitz von Alkohol angetroffen werden, wird dieser durch das Ordnungsamt sichergestellt“, kündigt die Behörde an. Darüber hinaus sollen hinsichtlich der Abgabe von Alkohol verstärkt Kontrollen der Gastwirte und Gewerbetreibenden erfolgen.

Veranstalter und Behörden appellieren an die Erwachsenen, mit gutem Beispiel vorangehen: Alkohol solle an den Karnevalstagen „lediglich in angemessenem Umfang“ konsumiert und insbesondere keine alkoholischen Getränke an Kinder und Jugendliche abgegeben werden. Darüber hinaus soll der Straßenverkauf von Alkohol deutlich eingeschränkt werden.

„Für den Tulpensonntagszug in Ratheim werden daher durch die Stadt erst für den Zeitraum ab 15.30 Uhr gaststättenrechtliche Gestattungen für den gewerblichen Außenausschank von Alkohol erteilt“, betont die Stadtverwaltung. „Durch entsprechende Kontrollen wird verschärft gegen ungenehmigten und mit Gewinnerzielungsabsicht durchgeführten Außenausschank von Alkohol vorgegangen werden.“ Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass es sich hierbei um Ordnungswidrigkeiten handelt, die mit Bußgeldern geahndet werden können.

An der Kreuzung Buscher Straße/Heerstraße werden die Zuschauerbereiche durch Absperrgitter vom Zugweg getrennt, um ein ungehindertes Durchkommen der Karnevalswagen zu ermöglichen. Auch wird an dieser Kreuzung ein Sicherheitsdienst Präsenz zeigen und die Einhaltung der Absperrungen überwachen. „In der Vergangenheit war festzustellen, dass sich an dieser Kreuzung der überwiegende Teil der Zuschauer versammelte, was im Hinblick auf die begrenzten Platzverhältnisse zu Problemen führte. Die Karnevalisten werden daher gebeten, gegebenenfalls auf andere weniger frequentierte Abschnitte des Zugweges auszuweichen“, so die Stadtverwaltung.

Der Prinzenwagen wird nicht mehr über die Kirch- und Heerstraße fahren. Er bleibt am Ratheimer Markt stehen und die Zugteilnehmer werden dort am Prinzenwagen vorbei defilieren.

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