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Waldfeucht-Braunsrath: Treffen der Klarissen in Maria Lind: Nonnen und Franziskanerbrüder feiern heilige Messe

Waldfeucht-Braunsrath : Treffen der Klarissen in Maria Lind: Nonnen und Franziskanerbrüder feiern heilige Messe

Einmal im Jahr treffen sich die deutschsprachigen Klarissen der Föderation „Caritas Pirckheimer“ in einem der angeschlossenen Klöster. Dieses Mal kamen knapp 40 Klarissen, ein Franziskanerbruder und zwei Franziskanerpater im Kloster Maria Lind in Braunsrath zusammen.

Höhepunkt der Begegnung war die gemeinsame Feier der heiligen Messe in der Klosterkirche. Dabei spielte Michael Mertens die Orgel. Mit ihrer Querflöte waren Schwester Theresia, die Äbtissin von Maria Lind, und Heinz-Gerd Sentis zu hören.

Die Teilnehmerinnen, die auch die frisch renovierte Klosterkapelle bewunderten, kamen aus den Klöstern in Kevelaer, Münster und Salzkotten und Senden.

Mit dabei waren auch Schwester Bernadette Bargel aus Kevelaer als Präsidentin der Föderation und Ordensassistent Heinz-Jürgen Reker aus München. Nicht anreisen konnten die ebenfalls zur Föderation gehörenden Schwestern aus Mainz und aus Brixen in Norditalien. In Kevelaer begann 1963 die Geschichte der Föderation, die unter dem Patronat der deutschen Klarisse Caritas Pirckheimer steht.

Sie wurde 1467 als Barbara Pirckheimer in Eichstätt geboren, kam im Alter von zwölf Jahren in das Kloster St. Klara in Nürnberg und wurde hier 1483 als Novizin mit dem Namen Caritas (lat. „Nächstenliebe“) aufgenommen. 1503 wählten die Schwestern sie zu ihrer Äbtissin.

Viele Menschen, die die politische und geistige Welt ihrer Zeit prägen, suchten das Gespräch mit Schwester Caritas Pirckheimer. Nach einer Unterhaltung mit Phillip Melanchthon, dem engsten Mitarbeiter Martin Luthers, notierte sie: „Wir stimmen in allen Punkten auf beiden Seiten überein, außer der Gelübde wegen konnten wir nicht einig werden. Und er schied in guter Freundschaft.“ 1532 starb die Schwester.

Die Geschichte der Föderation begann 1963 in Kevelaer. Fünf Franziskaner und etliche Schwestern trafen sich dort, um erstmals über eine Föderation zu sprechen. 1973 wurden die ersten aus Deutschland zur Approbation in Rom eingereichten Statuten bewilligt.

Die Föderation wird von der Föderationspräsidentin und dem Föderationsrat geleitet. Von Anfang an wurde großer Wert auf Aus- und Fortbildung sowie geschwisterliche Hilfe gelegt. Seit 2005 steht die Föderation unter dem Patronat von Schwester Caritas Pirckheimer.