Heinsberg-Dremmen: Trainingscamp: Meisterlicher Discofox in Dremmen

Heinsberg-Dremmen: Trainingscamp: Meisterlicher Discofox in Dremmen

Wenn sich am Rand der Jägerstraße in Dremmen Autos mit ganz unterschiedlichen, auch ausländischen Kennzeichen aneinanderreihen, tut sich Großes hinter den Türen der Tanzschule Ars Vivendi — so auch am Wochenende.

Machten Dietmar Buermann und sein Team in der Tanzschule bisher schon mit hochkarätig besetzten Turnieren auf sich aufmerksam, so hatte er jetzt erstmals zu einem dreitägigen Trainingscamp für den Tanzstil Discofox eingeladen.

Eigentlich findet ein solches Camp einmal im Jahr in Köln statt. Da es in diesem Jahr ausfiel, lud Buermann mutig nach Dremmen ein. Und was da kam, konnte sich sehen lassen, gehörten doch zu den Teilnehmern unter anderem die polnischen Vizemeister Marek Samek und Aneta Kaczmarczyk und zu den Trainern die amtierenden Deutschen Kür-Meister Stephan Guttenberger und Maike Sage. 80 Paare aus Deutschland, Österreich und Polen kamen zu diesem besonderen Training. Buermann war erstaunt über das große Einzugsgebiet bei dieser erstmals in Dremmen ausgerichteten Veranstaltung.

Zum guten Ruf, der dem Camp in Fachkreisen vorauseilte, gehörte sicherlich die Auswahl der Trainer. Nicht nur die Deutschen Meister in der Kür waren dabei, sondern in der Szene weitere bekannte Namen wie Thomas und Hilde Schütze, Franke und Kerstin Becker, Dirk und Anke Mettler sowie Harry Hagen. Diese große Zahl an prominenten Trainern ermöglichte parallele Trainingseinheiten in gleich vier Sälen. Eingeteilt waren diese in vier unterschiedliche Schwierigkeitsstufen, für „Gelegenheitstänzer mit Vorkenntnissen“ (Level A), für mittleres Turnierniveau (Level B) und für in höheren Klassen tanzende Turnierpaare (Level C).

Schon am Freitag standen für alle Teilnehmer viereinhalb Stunden Techniktraining auf dem Programm. Spannender wurde es dann am Samstag, als es in gut sieben Stunden Trainingsprogramm darum ging, von den Stars neue Figuren zu lernen. In Level C gelang es mithilfe der deutschen Kürmeister schnell, eine ganz neue Folge mehrerer neu erlernter Figuren hintereinander zu tanzen. Mit den Damen ging erst einmal in die sogenannte Kurve.

So einiges an Schwindelfreiheit mussten diese da schon mitbringen, um sich nur mit dem Rücken in den Armen des Partners liegend kopfüber einmal nach rechts und einmal nach links schwingen zu lassen. Technisch noch anspruchsvoller wurde es bei der Spirale. „Und jetzt die ganze Folge“, rief Stephan Guttenberger seine Schützlinge in Saal drei auf, alle gerade erlernten Figuren hintereinander weg zu tanzen. „Nicht zu weit weg von der Dame“, mahnte er die Herren. „Wenn Ihr Euch jetzt überfordert fühlt, war es genau richtig. Ihr sollt ja auch noch was trainieren“, gab er den Paaren mit auf den Weg.

Im Rahmen der abendlichen Discofox-Party hatten Gäste und Trainer viel Spaß bei einem Turnier, bei dem jedem Herrn eine Dame zugelost wurde, die natürlich nicht die eigene sein durfte. Bewunderung fanden Stephan Guttenberger und Maike Sage mit ihrer Meisterkür zum Thema „Adam und Eva“.

Am Sonntag ging es dann in weiteren fünf Trainingseinheiten um den richtigen Auftritt im Turnier. Hineinschnuppern konnten die Teilnehmer während des Camps zudem in Tanzstile wie Disco Chart, Lindy Hop oder West Coast Swing. Am Ende waren alle begeistert. „Super! Schöne Räume, nette Menschen, man fühlt sich einfach wohl hier“, erklärte Stephan Guttenberger.

„Und die Organisation funktioniert. Das ist bei so großen Veranstaltungen nicht selbstverständlich“, fand auch Maike Sage viel Lob für die Premiere des Camps in Dremmen. Nicht minder begeistert waren die Gäste aus Polen, die gerade in Krakau ihre eigene Tanzschule eröffnet haben. „Die Räume hier sind wunderbar, und die Lehrer waren sehr gut“, sagte Aneta Kaczmarczyk.