Tommy Engel in der Aula in Hückelhoven

Tommy Engel in Hückelhoven : Mit Charme und großen Gefühlen

„Ene eschte Kölsche“: Dieses Prädikat trifft wohl auf ihn zu wie auf keinen anderen. Bekannt wurde er als Frontmann der Bläck Fööss und hat inzwischen unzählige Hits gelandet. Die Rede ist von Tommy Engel. Nun trat er in Hückelhoven auf.

Schon als 13-Jähriger stand Engel auf der Bühne. Mittlerweile ist er seit über 55 teilweise jecken Jahren in seiner Heimatstadt Köln und im ganzen Land auf Achse. Letztes Jahr war er mit seinem Tour-Programm „Dat kölsche Songbook“ auch in Hückelhoven zu Gast. Und weil es so gut angekommen ist, hat Engel kurzerhand eine „Volume-2-Edition“ seines Programms erstellt. „Warum aufhören, wenn es doch so schön ist“, lautete seine Devise. Und natürlich durfte Hückelhoven auf seinem neuen Tour-Plan auch diesmal nicht fehlen.

Mit kölschen Songs wie „Ich ben keine Engel“, „Noh bei mir“ oder „Klein Minsche“ zeigte Engel seinem Publikum in der Hückelhovener Aula mal wieder ein ganz neues, einzigartiges Gesicht. Weg von den großen Hits, die jeder mitsingen kann, hin zu kölscher Lebensfreude – gepaart mit Charme und großen Gefühlen.

Und neben der Musik gab das kölsche Unikat auch immer wieder seine berühmten kleinen Anekdoten zum Besten. So philosophierte Engel über die großen Bauvorhaben der Stadt Köln und amüsierte sich darüber, dass Köln baulich etwas tue, aber leider nur 30 Jahre zu spät.

Neben aller Ironie plauderte er aber auch über die großen musikalischen Ereignisse, die seine Stadt in den vergangenen Jahrzehnten so erlebt hat. „Als Tina Turner mal eine Zeit lang in Kölle jewoont hätt. Oder dat Herbert Grönemeyer seinen Song ,Bochum’ in Köln jeschrieben hätt“, erzählte Engel, und sein Publikum hing ihm an den Lippen. Ganz klar. Die Stadt Köln und Tommy Engel sind auch nach 50 Jahren und mehr unzertrennlich. So hätte Tommy Engel noch Stunden weitererzählen können, aber schließlich ging es in erster Linie auch um Musik.

Und so, wie er über die musikalischen Größen sprach, so hatte er natürlich auch selbst viele große Hits im Gepäck. Spätestens als das Gastspiel mit dem Hit „Du bes Kölle“ enden sollte, hatte Engel jeden Zuhörer mit seiner kölschen Lebensart erreicht.

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