Thomas Rachel übergibt Fördermittel für Berufsorientierungsmaßnahmen

Kein Abschluss ohne Anschluss: Niemanden auf der Strecke lassen

Zur Übergabe der Weiterleitungsverträge im Rahmen der Berufsorientierungsmaßnahme „Kein Abschluss ohne Anschluss“ war der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, in die Schreinerwerkstatt der AWO in Übach-Palenberg gekommen.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Bernd Krückel und Landrat Stephan Pusch begleiteten Rachel. Er übergab den Bescheid über Fördermittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Höhe von 35.680 Euro an die AWO service gGmbH und über 45.280 Euro an das Trainings- und Bildungszentrum (TBZ) Meuser. Die Mittel sind über den Zeitraum von einem Jahr für trägergestützte Berufsorientierungsmaßnahmen im Rahmen von „Kein Abschluss ohne Anschluss“ zu verwenden.

Ermöglicht werden zweitägige Potenzialanalysen für Schüler der Klasse 10, die zum einen Fluchthintergrund haben, zum anderen aufgrund von Wohnungswechsel bisher nicht an einer Potenzialanalyse teilgenommen haben. Vorgesehen sind ebenfalls Praxiskurse, vertiefende Berufsorientierungsangebote, die über drei Tage bei einem Träger durchgeführt werden.

Die Jugendlichen gewinnen durch die Praxiskurse erste Kontakte mit dem Berufsfeld, können einen vertiefenden Einblick in die Berufs- und Arbeitswelt nehmen und sich so besser auf die Berufswahl vorbereiten.

Thomas Rachel überreichte die Weiterleitungsverträge an den AWO-Geschäftsführer Andreas Wagner und den Geschäftsführer des TBZ Meuser, Michael Meuser. Rachel verwies darauf, dass die Berufsorientierungsmaßnahmen des Ministeriums in diesem Jahr das zehnjährige Jubiläum feiern. Anlass, diese Maßnahmen einzuführen, sei die Hohe Anzahl von Schülern gewesen, die ohne Abschluss die Schule verlassen hätten. Ziel der Berufsorientierungsmaßnahmen sei es, so Rachel, den in Bezug auf die Berufswahl unentschlossenen Schülern schon während der Schulzeit eine Idee davon zu vermitteln, was sie einmal beruflich machen könnten.

Man wolle den jungen Menschen zeigen, dass sie einen Platz in der Gesellschaft haben und ihnen Mut machen, ihren Weg zu gehen. Zwei neue Projekte würden im Rahmen der Berufsorientierungsmaßnahmen angepackt. Rachel verwies auf die neu installierte Berufsorientierung an Gymnasien sowie auf Workshops in der Sekundarstufe II, die Schülern die Perspektive aufzeigen sollen, einmal in einem Handwerksbetrieb Führungsaufgaben wahrzunehmen. Thomas Rachel: „Wir wollen nicht nur die Schwächeren mitnehmen, sondern auch etwas für die Stärkeren tun.“

Auch Landrat Stephan Pusch unterstrich: „Wir wollen keinen auf der Strecke lassen.“ Im Gespräch mit Jugendlichen, die an einer Berufsorientierungsmaßnahme der AWO teilnehmen, informierten sich die Politiker über deren Berufsziele. An der Hobelbank in der Schreinerwerkstatt der AWO konnten sich die Politiker ein authentisches Bild davon machen, wie die Jugendlichen ihre Berufsfindung erleben. Schließlich ist jede Maßnahme nur so gut, wie die Wirkung, die sie bei den Betroffenen erzielt.

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