Erkelenz-Tenholt: Tenholter Kirmes mit Frohsinn und Fahrrädern

Erkelenz-Tenholt: Tenholter Kirmes mit Frohsinn und Fahrrädern

Ein Jubiläum und eine Premiere gab es bei der diesjährigen Kirmes. Zuerst zum Jubiläum: Bislang war am Freitagabend das Kirmeszelt auf dem Dorfanger verwaist. Gerockt wurde erst am Samstag mit einer Coverband, die das Publikum über Stunden abkochte.

Die Band am Samstag gab es auch diesmal. Dafür konnte Booster verpflichtet werden, die als Garant für bebende Dielenbretter angesehen werden können.

Neu war das gemeinsame Singen und Trinken, das Moderator Christian Castro am Freitag unter dem lateinischen Motto „Ad fundum“ präsentierte. Das steht für „Bis auf den Boden“ und beschreibt gleich das Konzept der Veranstaltung. Gemeinsam wird gesungen und dann ebenfalls gemeinsam das Bier „geext“. Einzige Schwierigkeit: das Singen und Trinken auseinanderhalten.

Denn „während wir singen wird nicht getrunken und umgekehrt“, wie Castro den Teilnehmern erläuterte. Dieses feuchtfröhliche Chorsingen ist vor allem in den Niederlanden bei Studenten als „Cantus-Singen“ verbreitet. Er selbst lernte den Brauch während seines Studiums in Maastricht kennen.

Kleine Textunsicherheiten wurden durch ein ausgelegtes Textheft „geext“, und schon ging es mit Schlagern und Popsongs fröhlich in den Abend und „Atemlos durch die Nacht“.

Das Jubiläum fand dann am Sonntagmittag mit dem mittlerweile 40. Volksradfahren statt, zu dem der Radsportverein Adler Tenholt eingeladen hatte.

Rund 120 Freizeitradler waren der Einladung gefolgt und machten sich ab 13 Uhr auf den 20 Kilometer langen und damit durchaus familientauglichen Rundkurs um Erkelenz. Von Tenholt aus ging es durch Immerath (neu) und Kückhoven nach Berverath vorbei an der Kontrollstelle in Holzweiler nach Kuckum und zurück. Jeder Teilnehmer erhielt mit seiner Registrierung auch zwei Lose für die Tombola. Hauptpreis war natürlich ein Fahrrad.

Einer der Radler, die dem Ruf nach Tenholt gefolgt waren, war Detlef Mudack aus Baal. Er schätze an solchen Radtouren vor allem, dass man Gleichgesinnte kennenlernt und dass der Spaß im Vordergrund steht. „Ich weiß nicht, wie oft ich schon teilgenommen habe, aber es macht immer noch Spaß“, betonte er. Das Unterhaltungsprogramm bis zur Fahrradversteigerung und anschließenden Tombola wurde von den Tenholter Karnevalisten organisiert.

Ausgerichtet wird die Kirmes vom Radsportverein Adler, daher auch der traditionelle Fokus aufs Radfahren. Mit dem „Cantus-Singen“ habe man der Kirmes, die von den Bürgern gut angenommen wird, wieder einen neuen Impuls gegeben, betonte der Adler-Vorsitzende Heinz Nießen.

Ihren krönenden Abschluss fand die Kirmes am Montag mit dem traditionellen Klompenball im Kirmeszelt.

(hewi)