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Tafel in Heinsberg: Zehn Jahre voller Engagement

Heinsberger Tafel : Zehn Jahre voller Engagement

Alle ehrenamtlichen Mitarbeiter der Heinsberger Tafel rückte Pfarrer Sebastian Walde mitten auf der Bühne zunächst in den Mittelpunkt des Geschehens, als er zum Sommerfest anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Einrichtung an der Erzbischof-Philipp-Straße begrüßte. „Das sind die Menschen, ohne die nichts laufen würde“, erklärte der Vorsitzende.

Besonders verwies er darauf, dass sich nicht nur viele, sondern vor allem Menschen unterschiedlicher Generationen für die gute Sache engagieren würden. „Das macht die Qualität der Tafel aus“, betonte er. „Neue Power und viel Erfahrung“ würden hier wunderbar Hand in Hand arbeiten. „Vielleicht können wir ja da an die Zehn irgendwann einmal eine Null dranhängen“, scherzte er. „Aber das erleben wir nicht mehr.“

Als erster Gastredner verneigte sich Bürgermeister Wolfgang Dieder im wahrsten Sinne des Wortes vor den Ehrenamtlern. „Die Tafel erfüllt die wichtige Aufgabe, Menschen in Notlagen zu helfen“, erklärte er. „Vom ehrenamtlichen Engagement lebt unsere Stadt, in ganz unterschiedlichen Bereichen.“ Die Tafel leiste in zweifacher Hinsicht einen wertvollen gesellschaftlichen Beitrag, erklärte der FDP-Landtagsabgeordnete Stefan Lenzen: „Sie nehmen Lebensmittel an, die ansonsten weggeworfen worden wären“, sagte er und fügte hinzu: „Sie ergänzen unser Sozialsystem mit direkter, unbürokratischer und menschlicher Hilfe.“

Und mehr noch hätten die Tafelmitarbeiter auch stets ein offenes Ohr. „Das Menschliche ist mindestens genauso viel wert wie das Materielle, wenn nicht sogar mehr.“ Insgesamt stehe die Heinsberger Tafel für Nachhaltigkeit und soziales Engagement. „Zehn Jahre unermüdlicher Einsatz für das gesellschaftliche Zusammenleben. Das verdient Respekt und Anerkennung.“

Vor der Gründung der Tafel sei viel diskutiert worden, erinnerte sich Walter-Leo Schreinemacher von den Freien Wählern. Er sei Gründungsmitglied der Tafel, und die Gründung sei damals der richtige Schritt gewesen. Für die Zukunft sei es auch wichtig, den Aspekt des Wohnungsmangels in den Blick zu nehmen, sagte er.

Bevor Walde dann das Wort an Gülsen Litherland vom DRK-Kristallisationspunkt gab, bemerkte er, dass nicht nur Geld- und Sachspenden für die Tafel wichtig sein, sondern darüber hinaus auch wertvolle Kooperationen wie die mit dem DRK. „Seien Sie versichert, dass wir das uns Mögliche dazu beitragen werden“, erklärte Gülsen Litherland.

Glückwünsche überbrachten weiterhin neben anderen der CDU-Bundestagsabgeordnete Wilfried Oellers, der darum bat, in diesem ehrenamtlichen Engagement nicht nachzulassen, und Peter Heinrichs für den Gewerbe- und Verkehrsverein.

Bevor es sich dann alle gut schmecken ließen, stellte Walde noch die jüngsten Errungenschaften der Tafel vor: die bunt gestaltete Fassade mit der neuen Eingangstür und dem neuen Dach, unter dem die Tafelkunden jetzt auch bei Regen trocken stehen, wenn sie auf den Einlass warten. „Wer auf diese bunte Fassade schaut, dem wird doch direkt ein Lächeln ins Gesicht gezaubert“, erklärte er.

Musikalisch und tänzerisch engagierten sich im weiteren Verlauf des Nachmittags die Cheerleader aus Oberbruch, der Quartettverein aus Karken sowie die Bands „Äckig“ und „Leergut“.