Erkelenz-Lövenich: Symbolische Eberesche in Lövenich gepflanzt

Erkelenz-Lövenich: Symbolische Eberesche in Lövenich gepflanzt

Vor Jahrzehnten aus dem Erzgebirge ins Rheinland verschlagen, verlor Klaus Ruetz aus Lövenich nie seine Heimatstadt Thum aus den Augen. Er war es auch, der vor 23 Jahren erste Kontakte zur alten Heimat knüpfte und eine Freundschaft zwischen der Bergstadt und dem Erkelenzer Ortsteil initiierte.

Während dieser 23 Jahre wurde die Freundschaft nicht nur intensiv gepflegt, sondern durch mehr als 45 Kontakte und Begegnungen ständig ausgebaut. Beweise dieser Freundschaft sind während der Wintermonate der lebensgroße Nussknacker im Feuerwehrmuseum, der Schwibbogen am alten Bürgermeisteramt sowie die Weihnachtspyramide am Hause Drews.

Nachdem sich der Bezirksausschuss Lövenich-Katzem-Kleinbouslar am 11. März dieses Jahres für eine offizielle Partnerschaft mit der Erzgebirgsstadt Thum aussprach, wurde am 29. März durch die Unterzeichnung der Urkunden im Alten Rathaus von Erkelenz die offizielle Partnerschaft zwischen den Städten Erkelenz und Thum besiegelt. Mit der Eberesche, im Volksmund Vogelbeerbaum genannt, kommt nun als Geschenk der Stadt Thum ein weiteres sinnträchtiges Merkmal hinzu.

Dieser Baum, der im Erzgebirge den Status eines Nationalbaumes inne hat, soll nach germanischen Mythen Unheil verbannen und Glück bringen. Auch wenn der Volksglaube hartnäckig das Gerücht hält, die Beeren seien giftig, entspricht dies nicht der Wahrheit. Wie gesund der Likör aus der Vogelbeere ist, davon konnten sich Anschluss an das Angießen des Baumes die zahlreichen Mitglieder des Freundeskreises Thum selber überzeugen.

„Ich freue mich, dass der Baum nun hier in der Nähe unserer Lövenicher Pfarrkirche einen geeigneten Platz gefunden hat, wo er wachsen und gedeihen soll“, sagte Christel Honold-Ziegahn, Vorsitzende des Bezirksausschusses Lövenich, die gemeinsam mit Klaus Ruetz, dem Vorsitzenden des Freundeskreis Thum, den Baum angoss.

(gp)
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