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SV Niersquelle Kuckum: Der neue Sportpark nimmt Formen an

SV Niersquelle Kuckum : Der neue Sportpark nimmt Formen an

An zwei Fronten kämpft der SV Niersquelle Kuckum. Die Entwicklung in Sachen neue Sportanlage ist dabei erfreulicher als die aktuelle sportliche Situation der ersten Mannschaft.

Am Umsiedlungsort – in Richtung Mennekrath – ist der neue Sportpark Keyenberg/Kuckum mit einem Naturrasen- und einem Kunstrasenspielfeld geplant. Zwischen beiden Plätzen ist Raum für Umkleiden und ein Vereinsheim, das SV-Vorsitzender Thomas Portz als „Dorfheim“ für den gesamten Ort bezeichnet. Den 54 Mitgliedern, die die Jahreshauptversammlung des Vereins im Pfarrheim besuchten, legte Portz Kopien der Planungsskizze vor. Die Kuckumer können auch eine Empfehlung aussprechen, welche Firma den Kunstrasenplatz bauen soll. „Wir werden uns den einen oder anderen Belag vor Ort ansehen“, sagte Portz.

Der Verein hat seinen Beitrag zum Kunstrasenplatz in Höhe von 100.000 Euro geleistet. Im Gutachten wurden die vielen Eigenleistungen, die der SV am alten Sportplatz erbracht hatte, berücksichtigt. „Der Rest des Geldes wird in das Vereinsheim gesteckt“, sagte der Vorsitzende. Der Sportpark soll am 1. Juli 2020 fertig sein. Beim Kunstrasenplatz könnte es aber auch schon ein früheres Datum sein.

Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass erste und zweite Mannschaft den Klassenerhalt schaffen. Die Zweitvertretung hat dazu in der Kreisliga B 1 bei acht Punkten Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz beste Karten. Die erste Mannschaft (Kreisliga A) hat dagegen, so Portz, „ein Seuchenjahr“ hinter sich. In der Rückrunde der vergangenen Saison hatte es begonnen. Als Wintermeister gestartet holte man noch 22 Punkte und war auf den dritten Tabellenplatz zurückgefallen. „Das große Verletzungspech ist nur die halbe Wahrheit“, merkte der Vorsitzende an. Aktuelle belege man den ersten Abstiegsplatz und habe die meisten Gegentore kassiert. 18 Niederlagen habe es im Kalenderjahr 2018 gegeben. Liste man alle Spiele auf, komme man auf mehr als 100 Gegentore.

Nach dem letzten Hinrundenspiel hatte man sich nach eingehender Analyse einvernehmlich von Trainer Jörg Pufahl getrennt. „Jörg ist menschlich ein Top-Typ, war aber in dieser Situation vielleicht nicht mehr der richtige Mann“, begründete Portz die Entscheidung. Der Vorsitzende hat zusammen mit Christoph Scheufen die Trainingsarbeit bis zum Saisonende übernommen. In den restlichen 14 Spielen will man alles versuchen. Die Fitness soll in der Vorbereitung erarbeitet werden. Zu Hause wolle man wieder eine Macht werden; acht Heimspiele stehen noch aus. „Wir können es nur gemeinsam schaffen“, appellierte Portz an die Mannschaft.

Geschäftsführer Lukas Storms bemängelte in seinem kurzweiligen Rückblick den schlampigen Umgang mit Trainingsmaterial und auch eine gewissen Gleichgültigkeit in Sachen Ordnung. Bei der dritten Mannschaft (Kreisliga D) habe die Zuverlässigkeit der Spieler stark nachgelassen. Erfreulich sei gewesen, das nach dem Brand am Sportplatz, bei dem Unterstand und Garage zerstört wurden, 32 Leute aus dem Ort, darunter auch Nichtmitglieder, bei den Aufräumarbeiten geholfen hatten.

Schatzmeister Johannes Borgs hatte die „schwarze Null“ geschafft. Thomas Portz regte an, über eine moderate Beitragserhöhung nachzudenken.

Zum Ehrenmitglied wurde Theo Vieten ernannt. 50 Jahre halten Hans-Peter Klos und Harald Jütten dem Verein die Treue, 25 Jahre sind Silke und Christoph Stenzel, Peter Rixen und Hermann-Josef Felten Mitglied.

(sie)